Kirche
Maria-Magdalena-Kirche
Putbus · Rügen · Deutschland
Unter dem Chorraum der Maria-Magdalena-Kirche in Vilmnitz liegt die Familiengruft der Fürsten zu Putbus; im Kirchenraum darüber steht ein viergeschossiger Altaraufsatz von 1603. Die Geschichte des Hauses wird hier an Grabstätten und Bildwerk sichtbar.

- Wetter
- auch bei Regen möglich
- Beste Zeit
- Jul, Aug, Sep
- Adresse
- Alte Bäderstraße 2, 18581 Putbus-Vilmnitz, Deutschland
Unser Eindruck
Was dich hier erwartet
Auf einem Feldsteinsockel entstand der Bau über mehrere Jahrhunderte. Chor und Nordsakristei reichen in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Das Langhaus kam um die Mitte des 14. Jahrhunderts hinzu, der dreigeschossige quadratische Westturm am Ende des 15. Jahrhunderts. Rundbogenfries und Spiegelblenden gliedern die Backsteinflächen. An der Südseite sitzt die reich profilierte Priesterpforte mit glasierten und unglasierten Ziegeln.
Im Kirchenraum steht ein viergeschossiger Sandstein-Altaraufsatz von 1603. Seine Predella trägt ein Abendmahlrelief, darüber folgt die Kreuzigungsgruppe. Evangelistenfiguren schließen den Aufbau nach oben ab. Vier Sandstein-Epitaphien von 1602/03 erinnern an Mitglieder der Familie zu Putbus und werden der Werkstatt von Claus Midow zugeschrieben.
Die Fürstengruft unter dem Chorraum war spätestens von 1351 bis 1860 Begräbnisstätte der Herren, Grafen und Fürsten zu Putbus. Dort stehen zahlreiche, teilweise restaurierte Prunksärge. Zu den Bestatteten zählen Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus und seine Ehefrau. Der Zugang ist an ausgewiesene Programmpunkte gebunden.
Rund um die Kirche liegen historische Grabstellen; Kreuze, Grabwangen und die Umfassungsmauer prägen den Friedhof als Teil des Denkmalensembles. Für den Sommer 2026 sind donnerstags um 19.30 Uhr Konzerte vom 2. Juli bis 27. August angekündigt. Nach diesem Jubiläumssommer endet die Reihe nach 50 Jahren.

Höhepunkte
Was diesen Ort ausmacht
- Der viergeschossige Sandstein-Altaraufsatz von 1603 zeigt Predella, Abendmahlrelief und Kreuzigungsgruppe.
- Vier Sandstein-Epitaphien von 1602/03 werden der Werkstatt von Claus Midow zugeschrieben.
- Die Priesterpforte an der Südseite trägt ein reich profiliertes Stufenportal aus glasierten und unglasierten Ziegeln.
- Unter dem Chorraum liegt die Familiengruft der Fürsten zu Putbus mit teilweise restaurierten Prunksärgen.
- Die Sommerkonzerte 2026 finden vom 2. Juli bis 27. August donnerstags um 19.30 Uhr statt.
Passt besonders gut
Für wen sich der Besuch lohnt
- Wer mittelalterliche Backsteinarchitektur an sichtbaren Bauphasen und einem profilierten Südportal lesen möchte, findet hier mehrere unterschiedliche Bauzeiten an einem Gebäude.
- Wer die Geschichte der Familie zu Putbus an einem konkreten Ort nachvollziehen möchte, kann Kirchenraum, Epitaphien und die zugängliche Fürstengruft bei passenden Programmpunkten verbinden.
- Musikinteressierte können den Kirchenbesuch mit einem Konzert der letzten Vilmnitzer Sommerkonzertreihe im Juli oder August 2026 verbinden.
Das solltest du wissen
Weniger geeignet, wenn
- Der Zugang zur Fürstengruft ist ausschließlich im Rahmen ausgewiesener Programmpunkte möglich; die tägliche Sommeröffnung gilt für den Kirchenraum.
- Wer speziell wegen der Konzertreihe anreist, findet 2026 deren letzte Saison vor: Nach 50 Jahren endet das donnerstägliche Format.
Gut zu wissen
Praktisches für den Besuch
- Für wen sich der Besuch lohnt
- Die Kirche passt zu Rügen-Ausflügen mit historischem Schwerpunkt, bei denen mittelalterliche Backsteinarchitektur, Putbuser Familiengeschichte und ein erhaltenes Grabensemble zusammenkommen. Besonders ergiebig ist der Besuch für alle, die Bauphasen am Gebäude mit dem Altaraufsatz von 1603 und den Epitaphien im Inneren verbinden möchten.
- Was man dort machen kann
- Vor Ort lassen sich Westturm, Backsteinornamentik und die Priesterpforte an der Südseite besichtigen. Im Kirchenraum stehen der Altaraufsatz von 1603 und die Putbuser Epitaphien im Mittelpunkt. Die Fürstengruft öffnet bei ausgewiesenen Programmpunkten; im Sommer 2026 kommen donnerstags Konzerte hinzu.
- Eintritt
- Der Zugang zur Fürstengruft ist an ausgewiesene Programmpunkte gebunden. Für die Sommerkonzerte 2026 beträgt der Eintritt etwa 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.
- Beste Zeit für einen Besuch
- Für die Verbindung von Kirchenraum und Fürstengruft eignet sich der angekündigte Sonntag, 13. September 2026, mit einer Öffnung von 11 bis 18 Uhr. Musiktermine liegen donnerstags vom 2. Juli bis 27. August 2026.
- Öffnungszeiten
- In den Sommermonaten ist die Kirche täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 13. September 2026, sind Kirche und Gruft von 11 bis 18 Uhr zugänglich.
- Praktische Tipps
- Am Denkmal ist ein Parkplatz ausgewiesen. Die Rufbus-Linie 722 bedient die Haltestelle „Vilmnitz“; im Fahrplan sind ab Putbus unter anderem Abfahrten um 08:56, 10:56, 12:56, 14:56, 16:56 und 18:56 Uhr aufgeführt.
Tipps aus der Redaktion
Kleine Dinge, die den Besuch besser machen
- Für die gemeinsame Besichtigung von Kirche und Gruft eignet sich der 13. September 2026; für diesen Termin ist keine Anmeldung erforderlich.
- Aus Putbus lässt sich die Haltestelle „Vilmnitz“ mit der Rufbus-Linie 722 ansteuern; mehrere Abfahrten sind im Tagesfahrplan ausgewiesen.
- Am Denkmal ist ein Parkplatz ausgewiesen, sodass sich der Besuch mit einer Fahrt über die Landesstraße L 29 verbinden lässt.