Museum
Museu Nacional do Azulejo
Lissabon · Region Lissabon · Portugal
Das „Grande Panorama de Lisboa“ zeigt die Stadt vor dem Erdbeben von 1755. Für diese Ansicht im Museu Nacional do Azulejo führt der Weg derzeit ins Digitale: Der Museumsbetrieb im ehemaligen Convento da Madre de Deus ruht wegen Bauarbeiten.
- Wetter
- auch bei Regen möglich
- Adresse
- R. Me. Deus 4, 1900-312 Lisboa, Portugal
Unser Eindruck
Was dich hier erwartet
Der ehemalige Convento da Madre de Deus wurde 1509 auf Anordnung von Königin Leonor gegründet. Ein manieristischer Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert gibt dem Komplex seine klösterliche Struktur. In der Klosterkirche treffen vergoldete Holzschnitzereien und Gemälde auf umfangreiche Fliesenverkleidungen. Die Capela de Santo António bewahrt barocke Ausstattung des 18. Jahrhunderts.
Die Sammlung verfolgt die Entwicklung glasierter Fliesen in Portugal von der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Der Rundgang setzt bei Materialien und Herstellungstechniken an und folgt danach einer chronologischen Ordnung. Auch andere Keramiken sind vertreten; Porzellan und Fayence reichen im Bestand vom 16. bis ins 21. Jahrhundert.
Das „Grande Panorama de Lisboa“, Gabriel del Barco zugeschrieben, zeigt die Stadt vor dem Erdbeben von 1755. Das „Retábulo de Nossa Senhora da Vida“ von 1580 trägt die Zuschreibung an Marçal de Matos. „Dance Class“ von Willem van der Kloet entstand 1707 und zählt zu den nationalen Schätzen der Sammlung.
Die jüngere Museumsgeschichte beginnt 1965; 1980 erhielt die Einrichtung den Status eines Nationalmuseums. Zur Kunst des 20. Jahrhunderts zählen Arbeiten von Júlio Barradas und Maria Keil. Auch Júlio Pomar, Cargaleiro und Querubim Lapa sind in diesem Teil der Sammlung vertreten.
Im östlichen Stadtteil Xabregas liegt das Museum etwa vier Kilometer von der Praça do Comércio entfernt. In der weiteren Nachbarschaft liegt die Feira da Ladra, auf der auch gebrauchte Azulejos gehandelt werden.
Höhepunkte
Was diesen Ort ausmacht
- Das „Grande Panorama de Lisboa“ zeigt Lissabon vor dem Erdbeben von 1755.
- Der „Retábulo de Nossa Senhora da Vida“ von 1580 wird Marçal de Matos zugeschrieben.
- „Dance Class“ von Willem van der Kloet entstand 1707.
- Die Capela de Santo António bewahrt barocke Ausstattung des 18. Jahrhunderts.
Passt besonders gut
Für wen sich der Besuch lohnt
- Nach der Wiedereröffnung passt der chronologisch aufgebaute Rundgang zu einem vertieften Blick auf portugiesische Azulejos von der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
- Die virtuelle Besichtigung des Klosters ist eine konkrete Alternative für die Zeit der Bauarbeiten.
- Die Lage in Xabregas lässt sich mit einem Abstecher zur Feira da Ladra verbinden, auf der auch gebrauchte Azulejos gehandelt werden.
Das solltest du wissen
Weniger geeignet, wenn
- Der Museumsbetrieb ruht seit dem 1. November 2025 wegen Bauarbeiten im portugiesischen Recovery-and-Resilience-Plan; für den Besuch vor Ort ist daher die Wiedereröffnung abzuwarten.
Gut zu wissen
Praktisches für den Besuch
- Für wen sich der Besuch lohnt
- Nach der Wiedereröffnung richtet sich das Museum an Reisende, die Portugals Azulejo-Geschichte anhand von Material, Technik und datierten Werken verfolgen möchten. Der ehemalige Konvent spricht außerdem alle an, die Sammlung und sakrale Räume in einem Besuch verbinden.
- Was man dort machen kann
- Nach der Wiedereröffnung führt der Rundgang von den Herstellungstechniken durch die chronologisch geordnete Sammlung bis zu Werken wie dem „Grande Panorama de Lisboa“ und „Dance Class“. Während der Bauarbeiten sind virtuelle Besichtigungen des Klosters und des Madre-de-Deus-Museums möglich. Die Lage in Xabregas lässt sich mit einem Abstecher zur Feira da Ladra verbinden.
- Öffnungszeiten
- Der reguläre Betrieb ist für Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr vorgesehen, mit letztem Einlass um 17:15 Uhr. Seit dem 1. November 2025 ruht der Museumsbetrieb wegen Bauarbeiten im Rahmen des portugiesischen Recovery-and-Resilience-Plans.
- Praktische Tipps
- Für die Anfahrt lässt sich die Metrostation Santa Apolónia mit den Buslinien 718, 742, 794, 28 und 759 verbinden. Während der Schließung führen virtuelle Besichtigungen durch das Kloster und das Madre-de-Deus-Museum. Die Feira da Ladra in der weiteren Nachbarschaft ist eine konkrete Ergänzung für die Suche nach gebrauchten Azulejos.
- Barrierefreiheit
- Ein rollstuhlgerechter Eingang und Parkplätze sind ausgewiesen. Auch Sitzgelegenheiten und Toiletten sind als rollstuhlgerecht angegeben.
Tipps aus der Redaktion
Kleine Dinge, die den Besuch besser machen
- Die Metrostation Santa Apolónia lässt sich mit den Buslinien 718, 742, 794, 28 und 759 als Anreiseweg zum Museum verbinden.
- Während der Schließung führen virtuelle Besichtigungen durch das Kloster und das Madre-de-Deus-Museum.
- Die Feira da Ladra in der weiteren Nachbarschaft ist eine konkrete Ergänzung für die Suche nach gebrauchten Azulejos.
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