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Kirche

Duomo di Sant’Isidoro Agricola

Riposto · Sizilien · Italien

An der Piazza del Duomo, an Giarres Hauptachse Via Callipoli, steht die Chiesa Madre Sant’Isidoro Agricola. Ihre Geschichte lässt sich am Bau selbst ablesen: Die Kirche öffnete 1818, obwohl die Hauptfassade noch unvollständig war, und erhielt ihre heutige äußere Gestalt erst 1890.

Wetter
auch bei Regen möglich
Adresse
Via Sartori, n°34, 95014 Giarre CT, Italien

Unser Eindruck

Was dich hier erwartet

Die neoklassizistische Fassade ist vollständig mit weißem Stein aus Comiso verkleidet. Dahinter liegt ein Grundriss in lateinischer Kreuzform; der monumentale Portikus führt in einen dreischiffigen Innenraum. Der Bau misst außen 72 Meter in der Länge und wird von zwei quadratischen Glockentürmen flankiert.

Der Grundstein wurde am 16. November 1794 gelegt. Nachdem ein Erdbeben die ältere Kirche Sant’Agata unbenutzbar gemacht hatte, öffnete der neue Dom am 20. Dezember 1818 für den Gottesdienst. Teile des Vorgängerbaus wurden übernommen. Die Ost- und Nordfassade sowie der Vorplatz folgten erst 1890.

In der Sant’Agata-/Santa-Lucia-Kapelle hängt das 1849 entstandene Gemälde „Martirio e apoteosi di Sant’Agata“ von Francesco und Giuseppe Vaccaro. Die San-Giuseppe-Kapelle bewahrt Giuseppe Rapisardas „Transito di San Giuseppe“ von 1839. Das älteste Bild der Kirche, „Immacolata e Santi“, stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wird Pietro Paolo Vasta zugeschrieben.

Über dem Kirchenraum sitzt eine Kuppel auf einem fensterreichen Tambour; eine Laterne krönt ihren oberen Abschluss. Auf der mittleren Apsis steht eine große mehrstimmige Orgel der Firma F.lli Serassi aus Bergamo. Ein roter Samt-Wandteppich mit Goldstickerei zeigt das Bourbonenwappen, die Initialen „C.G.“ und sieben Türme.

Höhepunkte

Was diesen Ort ausmacht

  • Fassade aus weißem Stein von Comiso.
  • Grundsteinlegung am 16. November 1794.
  • „Martirio e apoteosi di Sant’Agata“ von Francesco und Giuseppe Vaccaro, 1849.
  • Serassi-Orgel der F.lli Serassi aus Bergamo.
  • Roter Wandteppich mit Bourbonenwappen, den Initialen „C.G.“ und sieben Türmen.

Passt besonders gut

Für wen sich der Besuch lohnt

  • Wer Giarre entlang der Via Callipoli erkundet, kann an der Piazza del Duomo einen zentralen Kulturhalt einlegen.
  • Kunstinteressierte finden in den Kapellen Werke von Vaccaro, Rapisarda und ein Pietro Paolo Vasta zugeschriebenes Gemälde.
  • Architekturinteressierte lesen an der Kirche die Baugeschichte von der Grundsteinlegung 1794 bis zur äußeren Fertigstellung 1890 ab.

Das solltest du wissen

Weniger geeignet, wenn

  • Die regulären Öffnungszeiten konzentrieren sich auf den Sonntag und teilen sich in einen Vormittags- sowie einen Nachmittags- und Abendblock.
  • Wer eine aus einer einzigen Bauphase stammende Kirche erwartet, trifft hier auf mehrere Etappen: 1818 öffnete der Dom mit noch unvollständiger Hauptfassade, die äußere Fertigstellung folgte 1890.

Gut zu wissen

Praktisches für den Besuch

Für wen sich der Besuch lohnt
Der Dom passt zu einem Kulturhalt in Giarre, bei dem Architektur und lokale Kunstgeschichte im selben Besuch zusammenkommen. Besonders ergiebig ist er für Menschen, die benannte Werke in Kapellen ansehen und die Spuren des Vorgängerbaus Sant’Agata im heutigen Kirchenraum weiterverfolgen möchten.
Was man dort machen kann
Vor Ort lassen sich die Fassade aus Comiso-Stein, der Portikus und die beiden Glockentürme betrachten. Im Inneren führen die Kapellen zu Gemälden aus dem 18. und 19. Jahrhundert; außerdem sind die Serassi-Orgel, die Kuppel und der bestickte Wandteppich konkrete Anlaufpunkte.
Beste Zeit für einen Besuch
Der Sonntag eignet sich für eine Innenbesichtigung, da der Dom an diesem Tag vormittags sowie am späten Nachmittag und Abend zugänglich ist.
Öffnungszeiten
Der Dom ist derzeit sonntags ungefähr von 8 bis 13 Uhr sowie von 16 bis 20 Uhr geöffnet.
Praktische Tipps
Wer gezielt nach Kunstwerken sucht, findet „Martirio e apoteosi di Sant’Agata“ in der Sant’Agata-/Santa-Lucia-Kapelle und „Transito di San Giuseppe“ in der San-Giuseppe-Kapelle. In der Patronatskapelle steht ein polychromer Marmoraltar von 1845.
Barrierefreiheit
Für die Anreise mit Rollstuhl sind ein zugänglicher Eingang und ein zugänglicher Parkplatz angegeben.

Tipps aus der Redaktion

Kleine Dinge, die den Besuch besser machen

  • Die „Sant’Agata e Sant’Isidoro“ zugeschriebene Vorgängerkirche ist in der Baugeschichte des heutigen Doms präsent; entsprechende Spuren lassen sich im Innenraum mit den Kapellen verbinden.
  • Für die Kunstwerke lohnt sich die Orientierung an den Kapellennamen Sant’Agata/Santa Lucia und San Giuseppe.

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