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Kirche

Ermita de Betlem

Artà · Mallorca · Spanien

Eine rund 150 Meter lange, von Zypressen gesäumte Allee führt im Massís d’Artà zu einer Einsiedelei auf etwa 280 Metern Höhe. Hinter den Klostergärten öffnet sich der Weg zu einem Aussichtspunkt über die Badia d’Alcúdia.

Ermita de Betlem in Artà
Olaf Tausch / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Beste Zeit
Mai
Adresse
Lloc Poligon 5, 48, 07579 Artà, Illes Balears, Spanien

Unser Eindruck

Was dich hier erwartet

Im einschiffigen Kirchenraum wurde die Kirche 1824 gesegnet; ihre Ausführung wird Joan Rosselló zugeschrieben. Im Gewölbe zeigt ein Fresko von Francesc Parietti die Krönung der Jungfrau. Ein Marmor-Hochaltar und sieben Gemälde von Manuel Bayeu mit Szenen aus dem Leben Christi prägen das Innere. Eine Christusfigur, die 1806 zur Weihe geschenkt worden sein soll, wird in Artà besonders verehrt.

Die Ermita entstand 1805 auf dem Gelände der früheren muslimischen Siedlung Binialgorfa. Reste eines Wehrturms und einer Ölmühle verweisen auf diese ältere Nutzung. Am 10. Mai 1818 wurde die Anlage eingeweiht, im 19. Jahrhundert kamen unter anderem Zellen, Küche und Refektorium hinzu.

Zur historischen Anlage gehören Reste ehemaliger Gärten, eine Dreschtenne sowie frühere Lager- und Viehhaltungsgebäude. Etwa 50 Meter entfernt liegt die Font de Na Bernadeta, die einst die Einsiedelei und eine Wassermühle versorgte. Neben der Quelle stehen ein rechteckiger Trog und eine kleine überwölbte Kapelle mit religiösen Bildern.

Von der Urbanisation Betlem führt der markierte GR 222 über etwa fünf Kilometer und mehr als 250 Höhenmeter zur Ermita; unterwegs liegt die Font de s’Ermita. Am 1. Mai wird der Ort zum Ziel der traditionellen Wallfahrt von Artà.

Ermita de Betlem in Artà
Olaf Tausch / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Höhepunkte

Was diesen Ort ausmacht

  • Die rund 150 Meter lange Zypressenallee führt zur Ermita.
  • Im Gewölbe zeigt ein Fresko von Francesc Parietti die Krönung der Jungfrau.
  • Die Font de Na Bernadeta liegt etwa 50 Meter von der Kirche entfernt.
  • Am 1. Mai führt die traditionelle Wallfahrt von Artà zur Ermita.

Passt besonders gut

Für wen sich der Besuch lohnt

  • Der markierte GR 222 verbindet die Urbanisation Betlem mit der Ermita und einem Aussichtspunkt über die Badia d’Alcúdia.
  • Die Kirche versammelt ein Fresko von Francesc Parietti, sieben Gemälde von Manuel Bayeu und einen Marmor-Hochaltar an einem Ort.
  • Am 1. Mai lässt sich der Besuch mit Wallfahrt, Eucharistie und gemeinsamem Picknick verbinden.

Das solltest du wissen

Weniger geeignet, wenn

  • Die schmale, kurvenreiche MA-3333 macht die Anfahrt mit dem Auto anspruchsvoller als einen Besuch im nahen Artà.
  • Der Fußweg von der Urbanisation Betlem führt über etwa fünf Kilometer und mehr als 250 Höhenmeter.
  • Seit Herbst 2010 ist der Eremitenbetrieb beendet; die Bewohner zogen nach Santíssima Trinitat bei Valldemossa.

Gut zu wissen

Praktisches für den Besuch

Für wen sich der Besuch lohnt
Die Ermita passt zu Wandernden, die den markierten GR 222 von der Urbanisation Betlem mit einem Kirchenbesuch und dem Aussichtspunkt über die Badia d’Alcúdia verbinden möchten. Wer sakrale Kunst in einer ehemaligen Einsiedelei sucht, trifft hier auf ein Fresko, einen Marmoraltar und Werke von Manuel Bayeu. Am 1. Mai eignet sich der Besuch für alle, die die traditionelle Wallfahrt von Artà mit Eucharistie und Picknick erleben möchten.
Was man dort machen kann
Vor Ort lassen sich die einschiffige Kirche, die Gartenreste und die Dreschtenne erkunden. Ein Abstecher führt zur rund 50 Meter entfernten Font de Na Bernadeta und ihrer kleinen Kapelle; Wege hinter den Gärten leiten zum Aussichtspunkt über die Badia d’Alcúdia. Ab der Ermita führt außerdem ein nicht ausgeschilderter Weg auf den Puig de Ferrutx, für dessen Hin- und Rückweg knapp vier Stunden angesetzt werden.
Wie viel Zeit einplanen
Für die Besteigung des Puig de Ferrutx ab der Ermita sind für Hin- und Rückweg knapp vier Stunden angesetzt. Eine typische Dauer für die reine Besichtigung ist nicht festgelegt.
Beste Zeit für einen Besuch
Der 1. Mai ist der traditionelle Wallfahrtstermin von Artà. Für diesen Tag startet der Aufstieg um 9 Uhr ab sa Clota; die Eucharistie folgt um 12 Uhr, das gemeinsame Picknick um 13 Uhr.
Öffnungszeiten
Die Ermita ist täglich ungefähr von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Praktische Tipps
Die Anfahrt mit dem Auto führt ab Artà über die schmale, kurvenreiche MA-3333 durch Pinienwald und Felder. Für den Fußweg ab der Urbanisation Betlem sollten rund fünf Kilometer Strecke und mehr als 250 Höhenmeter eingeplant werden. Der Weg ist als GR 222 markiert und führt an der Font de s’Ermita vorbei.
Barrierefreiheit
Der dokumentierte Eingang ist für Rollstühle nicht zugänglich.

Tipps aus der Redaktion

Kleine Dinge, die den Besuch besser machen

  • Die etwa 150 Meter lange Zypressenallee markiert den Zugang zur Ermita und ist ein guter Orientierungspunkt bei der Ankunft.
  • Wer die historische Wasserversorgung der Anlage nachvollziehen möchte, sollte den Abstecher zur Font de Na Bernadeta mit Trog und Kapelle einplanen.
  • Für den Puig de Ferrutx beginnt ab der Ermita ein nicht ausgeschilderter Weg; für Hin- und Rückweg sind knapp vier Stunden vorgesehen.

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