Archäologischer Garten
Giardino della Kolymbethra
Agrigento · Sizilien · Italien
Zwischen jahrhundertealten Olivenbäumen zieht noch heute Wasser durch die Kanäle des Giardino della Kolymbethra. Im Bereich des Tempio dei Dioscuri verbindet der Garten den Besuch der Valle dei Templi mit der Geschichte einer antiken Bewässerungsanlage.
- Eintritt ab
- ca. 2 EUR
- Zeit einplanen
- ca. 1,5 Stunden
- Wetter
- überwiegend im Freien
- Beste Zeit
- Jul, Aug, Sep
- Adresse
- Viale Caduti di Marzabotto, 92100 Agrigento AG, Italien
Unser Eindruck
Was dich hier erwartet
Auf etwas mehr als fünf Hektar wechseln die Gartenräume: Im Agrumengarten stehen Orangen- und Mandarinenbäume, danach folgt der Mandel-Oliven-Hain. Macchia- und Ufervegetation rahmen die landwirtschaftlichen Flächen.
Die historische Wasseranlage lässt sich unter und über dem Gelände verfolgen. In der Kalkarenit-Felswand liegen rund 185 Meter Ipogei; antike Stollen führten Wasser in das Becken der Kolymbethra. Die Kanäle leiten noch heute Wasser durch den Garten.
Die Kolymbethra entstand im Zusammenhang mit den Wasserbauarbeiten des Tyrannen Theron um 480 v. Chr. Im 16. Jahrhundert nutzte die nahe Badia Bassa das Gelände als Garten; im 18. und 19. Jahrhundert wurde es zum Zitrusgarten. Seit 1999 betreut und restauriert der FAI die Anlage.
Auf der gegenüberliegenden Talseite gehört Case Montana, ein ländliches Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, zum Besuch. Eine Zusatzführung durch die Ipogei dauert 40 Minuten, davon etwa 20 Minuten unterirdisch, und führt in Gruppen von höchstens sechs Personen.
Höhepunkte
Was diesen Ort ausmacht
- Die etwa 185 Meter langen Ipogei verlaufen in der Kalkarenit-Felswand.
- Um 480 v. Chr. ließ Tyrann Theron ein Netz von Wasserstollen zur Wasserversorgung von Akragas anlegen.
- Case Montana auf der gegenüberliegenden Talseite stammt aus dem 18. Jahrhundert.
- Seit 1999 restauriert und betreut der FAI den Giardino della Kolymbethra.
Passt besonders gut
Für wen sich der Besuch lohnt
- Wer den Besuch der Valle dei Templi um ein erhaltenes Wassersystem ergänzen möchte, kann Kanäle, Becken und die 185 Meter langen Ipogei in einem Rundgang verbinden.
- Botanikinteressierte können im Agrumengarten Orangen- und Mandarinenbäume mit dem Mandel-Oliven-Hain und der mediterranen Macchia vergleichen.
- Wer im Grünen essen möchte, kann ein eigenes Picknick unter den Zitrusbäumen zu einem der drei vorgesehenen Zeitfenster planen.
Das solltest du wissen
Weniger geeignet, wenn
- Der Garteneintritt setzt zusätzlich den Eintritt in den Parco Valle dei Templi voraus, und der separate Zugang ist beschränkt.
- Die Wege führen teilweise über Stufen und Gefälle; der Haupteingang Porta Quinta besitzt eine Treppe.
- Die Ipogei-Zusatzführung ist auf Gruppen von höchstens sechs Personen ausgelegt, setzt geschlossene Schuhe voraus und ist für Personen mit Gehproblemen erschwert.
Gut zu wissen
Praktisches für den Besuch
- Für wen sich der Besuch lohnt
- Der Garten passt zu einem Besuch der Valle dei Templi, wenn neben den Tempeln auch historische Landwirtschaft und ein erhaltenes Wassersystem interessieren. Botanikinteressierte können zwischen Zitrusbäumen, Oliven und mediterraner Macchia verschiedene Anbau- und Vegetationsräume auf engem Gelände vergleichen.
- Was man dort machen kann
- Der botanische Rundgang führt vom Agrumengarten zum Mandel-Oliven-Hain und durch die mediterrane Vegetation. Die Ipogei lassen sich im Rahmen einer 40-minütigen Zusatzführung erkunden. Bis zum 28. August 2026 gehört freitags die Reihe „Fuori Cantina“ mit drei sizilianischen Weinproben zum Programm; am 29. August 2026 folgt der Poetry-Slam-Abend „Poetica“.
- Eintritt
- Der separate Garteneintritt für Erwachsene liegt bei etwa 6 Euro online und 8 Euro vor Ort; Kinder von 6 bis 17 Jahren zahlen etwa 3 Euro. Studierende von 18 bis 25 Jahren zahlen etwa 5 Euro, bis fünf Jahre ist der Eintritt kostenlos. Der Gartenbesuch setzt den Eintritt in den Parco Valle dei Templi voraus; das Kombiticket mit dem Tempio di Vulcano liegt für Erwachsene bei etwa 23 Euro.
- Wie viel Zeit einplanen
- Für den Gartenbesuch sind in der Regel etwa ein bis zwei Stunden einzuplanen. Die zusätzliche Führung durch die Ipogei dauert 40 Minuten, davon etwa 20 Minuten im unterirdischen Stollen.
- Beste Zeit für einen Besuch
- Juli bis September eignen sich für einen Besuch mit spätem Rundgang, da der Garten in diesen Monaten bis 20 Uhr geöffnet ist. In diesem Zeitraum liegen auch die angekündigten Sommerveranstaltungen 2026.
- Öffnungszeiten
- Der Garten ist täglich geöffnet. Für 2026 gelten ungefähr 10 bis 16 Uhr im Januar, Februar, November und Dezember, 10 bis 18 Uhr von März bis Mai sowie im Oktober, 10 bis 19 Uhr im Juni und 10 bis 20 Uhr von Juli bis September; der letzte Einlass erfolgt jeweils etwa 30 Minuten vor Schluss. Bei Veranstaltungen und Sonderöffnungen können sich die Zeiten ändern.
- Praktische Tipps
- Wegen des beschränkten Zugangs empfiehlt sich der Onlinekauf des Tickets. Für die Ipogei-Führung sind geschlossene Schuhe erforderlich; bei Veranstaltungen führt der Zugang häufig über Porta V statt über Porta Quinta. Eigenes Essen kann unter den Zitrusbäumen in den Zeitfenstern 12:15, 13:15 oder 14:15 Uhr gegen etwa 2 Euro pro Person verzehrt werden.
- Barrierefreiheit
- Porta Quinta hat eine Treppe; die Wege bestehen überwiegend aus festem Erdboden und verlaufen teilweise über Stufen und Gefälle. Der ebene Talgrund ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität besser nutzbar, zugängliche Toiletten und Sitzgelegenheiten sind vorhanden. Nach vorheriger Anmeldung ist über den normalerweise geschlossenen Nordeingang ein stufenloser Zugang möglich; zwei elektrische Rollstühle können kostenlos ausgeliehen werden, wenn sie spätestens am Vortag reserviert werden.
Tipps aus der Redaktion
Kleine Dinge, die den Besuch besser machen
- Der reguläre Zugang erfolgt über Porta Quinta; bei Veranstaltungen führt der Weg häufig über Porta V.
- Das eigene Picknick unter den Zitrusbäumen ist für 12:15, 13:15 oder 14:15 Uhr vorgesehen und kostet etwa 2 Euro pro Person.
- Hunde sind im Garten erlaubt und müssen durchgehend an der Leine geführt werden.
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