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Museum

Museum der Geschichte der polnischen Juden

Warschau · Polen

Direkt gegenüber dem Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos beginnt im Museum der Geschichte der polnischen Juden ein Rundgang, der von den ersten jüdischen Händlern im 10. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Acht Galerien verbinden historische Räume mit interaktiven Modellen und rekonstruierten Schauplätzen.

Zeit einplanen
ca. 2 Stunden
Wetter
auch bei Regen möglich
Adresse
Mordechaja Anielewicza 6, 00-157 Warszawa, Polen

Unser Eindruck

Was dich hier erwartet

Die Dauerausstellung „1000 Jahre Geschichte der polnischen Juden“ folgt der jüdischen Geschichte in Polen über acht Galerien. Ihr zeitlicher Bogen reicht vom 10. Jahrhundert bis zur jüdischen Gegenwart in Polen und führt dabei auch durch die Geschichte nach dem Holocaust.

Historische Themen werden räumlich greifbar. Ein interaktives Modell zeigt Krakau und Kazimierz. An anderer Stelle entstehen Markt und Taverne als begehbare Szenen; hinzu kommt die Rekonstruktion der bemalten Holzsynagogen-Decke von Gwoździec.

Zu den frühen Zeugnissen gehört ein Brakteat aus dem 13. Jahrhundert, das älteste Objekt der Dauerausstellung. Den Epilog bildet die „Bonds Gallery“ mit Videoporträts von Nachkommen polnischer Juden in New York und Tel Aviv. Auch São Paulo und Melbourne sind in dieser Folge vertreten.

Das Museum steht im früheren jüdischen Viertel Muranów auf dem Gelände des ehemaligen Warschauer Ghettos. Lahdelma & Mahlamäki entwarfen das Gebäude, das zwischen 2009 und 2013 entstand und 2014 vollständig eröffnet wurde. Im Foyer markiert eine hohe, geschwungene Wand den von der Architektur aufgegriffenen Bruch in der tausendjährigen Geschichte.

Höhepunkte

Was diesen Ort ausmacht

  • Die Dauerausstellung „1000 Jahre Geschichte der polnischen Juden“ erstreckt sich über acht Galerien.
  • Ein Brakteat aus dem 13. Jahrhundert ist das älteste Objekt der Dauerausstellung.
  • Die rekonstruierte bemalte Holzsynagogen-Decke von Gwoździec gehört zu den markanten Inszenierungen.
  • In der „Bonds Gallery“ erzählen Nachkommen polnischer Juden in New York, Tel Aviv, São Paulo und Melbourne per Video.
  • Das Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos wurde am 19. April 1948 enthüllt.

Passt besonders gut

Für wen sich der Besuch lohnt

  • Wer jüdische Geschichte vom 10. Jahrhundert bis in die Gegenwart verfolgen möchte, findet dafür acht zeitlich geordnete Galerien.
  • Wer historische Inhalte über inszenierte Orte erschließt, trifft auf ein interaktives Modell von Krakau und Kazimierz sowie die Rekonstruktion der Holzsynagogen-Decke von Gwoździec.
  • Museum und Gedenkort lassen sich an einem Ort verbinden, weil das Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos direkt gegenüber steht.

Das solltest du wissen

Weniger geeignet, wenn

  • Dienstags bleibt das Museum geschlossen.
  • Der letzte Einlass zur Dauerausstellung liegt zwei Stunden vor Museumsschluss; für die Wechselausstellung endet er 30 Minuten vorher.
  • Führungen am Wochenende folgen festen Zeiten, und ihre Plätze werden über den Ticketverkauf abgerufen.

Gut zu wissen

Praktisches für den Besuch

Für wen sich der Besuch lohnt
Wer jüdische Geschichte vom 10. Jahrhundert bis in die Gegenwart verfolgen möchte, findet dafür acht zeitlich geordnete Galerien. Besonders passend ist der Besuch für alle, die historische Themen über Modelle, Rekonstruktionen und Videoporträts erschließen möchten.
Was man dort machen kann
Im Rundgang lassen sich ein Modell von Krakau und Kazimierz, historische Alltagsszenen und die rekonstruierte Synagogen-Decke von Gwoździec erkunden. Ein Audioguide ist auf Deutsch und mehreren weiteren Sprachen verfügbar; am Wochenende finden Führungen zu festgelegten Zeiten statt.
Eintritt
Donnerstags ist der Eintritt ins Museum frei. Für einzelne Veranstaltungen kann dennoch eine Reservierung erforderlich sein.
Wie viel Zeit einplanen
Für die Dauerausstellung sind etwa zwei Stunden einzuplanen.
Beste Zeit für einen Besuch
Donnerstags lässt sich der Museumsbesuch mit dem freien Eintritt verbinden. Samstags reicht die Öffnungszeit bis 20 Uhr und schafft mehr Spielraum für die umfangreiche Dauerausstellung.
Öffnungszeiten
In der Regel öffnet das Museum montags sowie mittwochs bis freitags und sonntags von 10 bis 18 Uhr; samstags reicht die Öffnungszeit bis 20 Uhr. Dienstags bleibt es geschlossen. Der letzte Einlass zur Dauerausstellung erfolgt zwei Stunden, zur Wechselausstellung 30 Minuten vor Schluss.
Praktische Tipps
Die Buslinien 111 und 180 fahren bis zur Haltestelle „Nalewki Muzeum“, etwa 200 Meter vom Eingang entfernt. Für Führungen am Wochenende sind die festen Zeiten und verfügbaren Plätze über den Ticketverkauf abrufbar.
Barrierefreiheit
Aufzüge führen zu allen Stockwerken; vier Leihrollstühle stehen kostenlos ohne Voranmeldung bereit. Eingang, Parkplatz und Sanitäranlagen sind rollstuhlgerecht.

Tipps aus der Redaktion

Kleine Dinge, die den Besuch besser machen

  • Donnerstags ist der Eintritt frei; für einzelne Veranstaltungen kann trotzdem eine Reservierung erforderlich sein.
  • Die Buslinien 111 und 180 halten an „Nalewki Muzeum“, rund 200 Meter vom Eingang entfernt, und verkehren mit Niederflurbussen.
  • Ein Audioguide auf Deutsch erleichtert den eigenständigen Rundgang durch die Dauerausstellung.

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