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Kirche

St. Kathrein-Kirche in der Scharte

Hafling · Meraner Land · Italien

Unterhalb des Ifinger liegt St. Kathrein in der Haflinger Scharte; aus dem Meraner Talkessel ist die Kirche weithin sichtbar. Im Inneren treffen romanisches Langhaus und spätgotischer Chor aufeinander – an ihnen lässt sich die Entwicklung des Baus unmittelbar ablesen.

Wetter
auch bei Regen möglich
Adresse
Reitstall Sulfner, St. Kathreinstraße, 9, 39010 Hafling BZ, Italien

Unser Eindruck

Was dich hier erwartet

Der Überlieferung nach brannte ein Vorgängerbau 1202 ab; Bischof Egno von Trient weihte den romanischen Neubau 1251. Im Langhaus sind die regelmäßig geschichteten Wände erhalten. An der Südseite weist ein zugemauertes Rundbogenfenster auf die frühe Bauphase, ebenso der ursprüngliche Eingang.

Der spätgotische Chor mit Kreuzrippengewölbe und Fünfachtelschluss wurde 1452 geweiht. Der massive Turm mit vier Geschossen stammt ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert. In der westlichen Vorhalle sitzt seit 1891 das romanische Portal. Mittelalterliche Fresken im Linearstil werden auf etwa 1360 bis 1370 datiert. Eine Szene zeigt die Gefangennahme, weitere Bilder erzählen vom Radmartyrium und von der Enthauptung der heiligen Katharina von Alexandrien.

In der gotischen Apsis steht der spätgotische Flügelaltar. Die heilige Katharina erscheint zwischen Johannes dem Täufer und Maria Magdalena; auf den Flügeln sind der heilige Georg und der heilige Martin zu sehen. Außerhalb von Führungen ist der Altar wegen Diebstahlgefahr nur durch eine Öffnung im Portal einsehbar.

An der Südwand steht ein barocker Seitenaltar mit dem heiligen Sebastian. Auch Antonius von Padua und Elisabeth von Thüringen sind dort dargestellt. Eine barocke Kanzel aus dem 17. Jahrhundert steht im Raum; am Triumphbogen erscheinen Florian und Rochus. Die Orgel von Oswald Kaufmann aus Deutschnofen entstand 2005. Im Turm hängen zwei Glocken, von denen die größere die Jahreszahl 1553 trägt.

Höhepunkte

Was diesen Ort ausmacht

  • Bischof Egno von Trient weihte den romanischen Neubau 1251.
  • Die Vorhalle bewahrt Fresken aus etwa 1360 bis 1370 mit Szenen aus dem Martyrium der heiligen Katharina.
  • Der spätgotische Chor mit Kreuzrippengewölbe und Fünfachtelschluss wurde 1452 geweiht.
  • Die größere der zwei Glocken trägt die Jahreszahl 1553.

Passt besonders gut

Für wen sich der Besuch lohnt

  • Die Kirche passt zu einer Route entlang der „Alpinen Straße der Romanik“, deren Stationen romanische Kunst- und Kulturdenkmäler Südtirols verbinden.

Das solltest du wissen

Weniger geeignet, wenn

  • Der spätgotische Flügelaltar ist außerhalb von Führungen wegen Diebstahlgefahr nur durch eine Öffnung im Portal einsehbar.

Gut zu wissen

Praktisches für den Besuch

Für wen sich der Besuch lohnt
Der Besuch passt zu kulturhistorischen Routen und zu Gästen, die am selben Ort romanische, gotische und barocke Schichten vergleichen möchten. Die Kirche gehört zur „Alpinen Straße der Romanik“, deren Stationen romanische Kunst- und Kulturdenkmäler Südtirols verbinden.
Was man dort machen kann
Vor Ort lassen sich am Langhaus die regelmäßig geschichteten Wände und das zugemauerte Rundbogenfenster an der Südseite betrachten. Die westliche Vorhalle führt mit ihren Fresken aus der Zeit um 1360 bis 1370 in die Legende der heiligen Katharina. Im Kirchenraum folgt der Blick auf den Flügelaltar. Die Orgel von Oswald Kaufmann und der viergeschossige Turm setzen weitere konkrete Orientierungspunkte.
Praktische Tipps
Wer die romanische Bausubstanz vergleichen möchte, nimmt die Südseite mit dem zugemauerten Rundbogenfenster und den ursprünglichen Eingang bewusst in den Rundgang auf. Die westliche Vorhalle verdient einen eigenen Blick, weil dort das 1891 versetzte Portal und die mittelalterlichen Fresken zusammen zu sehen sind.
Barrierefreiheit
Ein rollstuhlgerechter Parkplatz ist ausgewiesen.

Tipps aus der Redaktion

Kleine Dinge, die den Besuch besser machen

  • An der Südseite lässt sich das zugemauerte Rundbogenfenster aus der romanischen Bauphase gezielt suchen.
  • Die westliche Vorhalle sollte als eigener Besichtigungspunkt eingeplant werden, weil dort das 1891 versetzte Portal und die mittelalterlichen Fresken zusammen zu sehen sind.

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