Kirche
St. Vigilius Kirche
Lana · Südtirol · Italien
Vom Lanaer Tal geht es mit der Seilbahn hinauf auf das autofreie Vigiljoch. Auf 1.793 Metern steht mit St. Vigilius am Joch eine Bergkirche, in deren Mauern frühromanische Baugeschichte und Fresken des frühen 14. Jahrhunderts zusammenkommen.
- Wetter
- auch bei Regen möglich
- Beste Zeit
- Jun, Jul, Aug
- Adresse
- 39011 Lana, Autonome Provinz Bozen - Südtirol, Italien
Unser Eindruck
Was dich hier erwartet
Das Vigiljoch ist autofrei; die Seilbahn aus Lana führt bis zur Bergstation. Die Talstation liegt am Villener Weg 3. Neben St. Vigilius Kirche ist vor allem die Bezeichnung „St. Vigil am Joch“ geläufig. Auch „Vigilius-Kirchl“ und „Jocher Kirchl“ gehören zum örtlichen Sprachgebrauch.
Das Langhaus bewahrt Mauern aus frühromanischer Zeit. Der gotische Chor erhielt ein Rippengewölbe; daneben steht der Glockenturm. Die unterschiedlichen Bauphasen liegen damit an einem einzigen Sakralbau eng beieinander.
Im Inneren stammen Fresken aus dem frühen 14. Jahrhundert. An der Südwand sind die zwölf Apostel dargestellt, an der Nordwand haben sich Fragmente einer Kreuzigungsgruppe erhalten. Ein Kruzifix und ein barockes Vigilius-Gemälde verweisen auf spätere Ausstattungsphasen. Hinzu kommen Figuren des heiligen Vigilius und des Apostels Jakobus.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1278. Der Beiname „Wetterkirche“ erinnert an historische Bittgänge gegen Unwetter; dabei ging es auch um Hagel und Gewitter. Auf eine vorgeschichtliche oder heidnische Nutzung des Platzes weisen Feuersteinfunde und Schalensteine in der Umgebung.
Am nahen Bischofskofel im Rekenwäldchen steht ein Grenzstein mit drei Kreuzen und bischöflichen Insignien. Die Pfarrbereiche von Plaus und Algund grenzen hier an jene von Marling und Lana.
Passt besonders gut
Für wen sich der Besuch lohnt
- Die Seilbahnfahrt ab Lana macht die Kirche zu einem passenden Ziel für einen autofreien Ausflug ins Vigiljoch.
- Die erhaltenen Apostelfresken und die Kreuzigungsfragmente sprechen Besucher an, die mittelalterliche Bildkunst direkt im Kirchenraum betrachten möchten.
Das solltest du wissen
Weniger geeignet, wenn
- Der Zugang führt über die Seilbahn Vigiljoch; das autofreie Vigiljoch lässt sich nicht mit dem Auto direkt anfahren.
- Ein rollstuhlgerechter Eingang und ein rollstuhlgerechter Parkplatz sind derzeit nicht ausgewiesen.
Gut zu wissen
Praktisches für den Besuch
- Für wen sich der Besuch lohnt
- Die Kirche passt zu einem Ausflug, der eine Seilbahnfahrt ab Lana mit mittelalterlicher Sakralkunst verbindet. Besonders interessant ist sie für Besucher, die romanische und gotische Bauteile sowie erhaltene Wandmalereien am historischen Ort betrachten möchten.
- Was man dort machen kann
- Im Kirchenraum lassen sich die Apostelfresken an der Südwand und die Fragmente der Kreuzigungsgruppe an der Nordwand betrachten. Die Bauformen reichen vom frühromanischen Langhaus bis zum gotischen Chor. In der Umgebung liegt mit dem Bischofskofel ein weiterer historischer Bezugspunkt; an religiösen Feiertagen finden Gottesdienste statt.
- Beste Zeit für einen Besuch
- Für einen Besuch mit Gottesdienst sind die saisonalen Termine eine Orientierung: Das Patrozinium ist für den 26. Juni um 9.00 Uhr mit Kreuzgang ab der Bergstation genannt; sonntägliche Gottesdienste werden von Juli bis Ende August um 11.00 Uhr aufgeführt.
- Praktische Tipps
- Die Haltestelle „Oberlana“ am Busbahnhof Lana liegt etwa zwei bis drei Gehminuten von der Talstation am Villener Weg 3 entfernt. Da das Vigiljoch autofrei ist, sollte die Anreise über die Seilbahn geplant werden. Wer den Grenzstein im Umfeld aufsuchen möchte, nimmt den nahen Bischofskofel im Rekenwäldchen als zusätzliches Ziel auf.
- Barrierefreiheit
- Ein rollstuhlgerechter Eingang und ein rollstuhlgerechter Parkplatz sind derzeit nicht ausgewiesen.
Tipps aus der Redaktion
Kleine Dinge, die den Besuch besser machen
- Die Haltestelle „Oberlana“ am Busbahnhof Lana liegt etwa zwei bis drei Gehminuten von der Talstation am Villener Weg 3 entfernt.
- Am nahen Bischofskofel im Rekenwäldchen steht ein Grenzstein mit drei Kreuzen und bischöflichen Insignien.
- Für das Patrozinium nennt der Jahreskalender als Orientierung den 26. Juni um 9.00 Uhr mit Kreuzgang ab der Bergstation.