Sternwarte
Archenhold-Sternwarte
Berlin · Deutschland
Im Treptower Park setzt die „Nacht auf der Sternwarte“ auf das 500-Millimeter-Cassegrain-Spiegelteleskop; beobachtet werden Planeten und Deep-Sky-Objekte. Tagsüber führt der Besuch in ein historisches Gebäude, dessen Zentrum ein Fernrohr aus dem Jahr 1896 bildet.
- Eintritt ab
- ca. 12 EUR
- Adresse
- Archenhold-Sternwarte, 1, Alt-Treptow, Treptow-Köpenick, Berlin, 12435, Deutschland
Unser Eindruck
Was dich hier erwartet
Im Zentrum der Anlage steht der Große Refraktor, auch „Himmelskanone“ genannt. Er entstand 1896 für die Berliner Gewerbeausstellung. Das Instrument ist 21 Meter lang und hat eine Objektöffnung von 68 Zentimetern. Seine bewegliche Masse beträgt 130 Tonnen. Der Refraktor gilt als längstes bewegliches Linsenfernrohr der Welt und steht seit 1967 unter Denkmalschutz.
Im Einstein-Saal hielt Albert Einstein am 2. Juni 1915 seinen ersten öffentlichen Vortrag zur Allgemeinen Relativitätstheorie. Vor dem Eingang erinnern seit dem 13. Oktober 2023 fünf Stolpersteine an Friedrich Simon Archenhold, Alice Archenhold sowie Hilde, Günther und Horst „Fred“ Archenhold.
Der Zugang zum Museum zur Himmelskunde ist frei. Die Dauerausstellung führt in die Geschichte der Sternwarten und der astronomischen Beobachtung ein. Zu den Exponaten zählt ein Teleskop von Karl Ludwig Hencke, mit dem 1845 der Kleinplanet „Astraea“ entdeckt wurde.
Das Zeiss-Kleinplanetarium arbeitet seit der Modernisierung 2024 mit einem Skymaster-ZKP4 und einem digitalen 360-Grad-Projektionssystem unter einer acht Meter großen Kuppel. Im Sonnenphysikalischen Kabinett macht ein Jensch-Coelostat die Beobachtung der Sonne anschaulich.
Auf dem Außengelände steht ein 500-Millimeter-Cassegrain-Spiegelteleskop. Der Treptower Park erweitert den Besuch um den Rosengarten und die Abteiinsel; auch der Treptower Hafen und das Sowjetische Ehrenmal gehören zur Umgebung.
Höhepunkte
Was diesen Ort ausmacht
- Der Große Refraktor ist 21 Meter lang und stammt aus dem Jahr 1896.
- Im Einstein-Saal sprach Albert Einstein am 2. Juni 1915 erstmals öffentlich über die Allgemeine Relativitätstheorie.
- Das Museum zeigt ein Teleskop von Karl Ludwig Hencke, mit dem 1845 „Astraea“ entdeckt wurde.
- Das Zeiss-Kleinplanetarium arbeitet seit 2024 mit einem Skymaster-ZKP4 und einer acht Meter großen Kuppel.
- Fünf Stolpersteine vor dem Eingang erinnern seit dem 13. Oktober 2023 an die Familie Archenhold.
Passt besonders gut
Für wen sich der Besuch lohnt
- Die 90-minütige „Nacht auf der Sternwarte“ passt zu allen, die Planeten und Deep-Sky-Objekte mit einem 500-Millimeter-Teleskop beobachten möchten.
- Wer Astronomiegeschichte anhand originaler Instrumente erkunden möchte, findet im Museum das Hencke-Teleskop und im Einstein-Saal einen konkreten Ort der Wissenschaftsgeschichte.
- Kinder- und Familienveranstaltungen machen die Sternwarte auch für gemeinsame Besuche mit jüngeren Astronomieinteressierten interessant.
Das solltest du wissen
Weniger geeignet, wenn
- Das Große Fernrohr ist bei einem normalen Museumsbesuch nicht immer in Betrieb; Beobachtungen müssen über eine passende Veranstaltung gebucht werden.
- Wegen des denkmalgeschützten Gebäudes sind Teile der Anlage nicht barrierefrei zugänglich.
- Die „Nacht auf der Sternwarte“ findet teilweise draußen oder in unbeheizten Räumen statt und setzt deshalb passende Kleidung voraus.
Gut zu wissen
Praktisches für den Besuch
- Für wen sich der Besuch lohnt
- Die Sternwarte passt zu Reisenden, die Astronomie an historischen Instrumenten und konkreten Berliner Wissenschaftsgeschichten kennenlernen möchten. Familien finden passende Kinder- und Familienveranstaltungen, während Abendtermine die Beobachtung mit dem 500-Millimeter-Teleskop ermöglichen.
- Was man dort machen kann
- Zum Besuch gehören das Museum zur Himmelskunde, Führungen und Vorträge. Im Zeiss-Kleinplanetarium laufen Programme unter der acht Meter großen Kuppel. Bei der „Nacht auf der Sternwarte“ werden mit dem 500-Millimeter-Cassegrain-Spiegelteleskop Planeten, der Mond und Deep-Sky-Objekte beobachtet.
- Eintritt
- Der Eintritt für Führungen, Beobachtungen, Vorträge und Planetariumsprogramme liegt bei etwa 12 Euro, ermäßigt bei etwa 8 Euro. Die Familienkarte Wissen für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder kostet etwa 31,50 Euro; das Museum zur Himmelskunde ist frei zugänglich.
- Wie viel Zeit einplanen
- Die Veranstaltung „Nacht auf der Sternwarte“ dauert etwa 90 Minuten. Für den allgemeinen Besuch von Museum, Gebäude und Außengelände lässt sich keine einheitliche Aufenthaltsdauer festlegen.
- Beste Zeit für einen Besuch
- Für Himmelsbeobachtungen eignen sich die Abendtermine. Im Sommer 2026 sind unter anderem am 13., 14., 15., 20., 21. und 22. August Beobachtungsnächte angesetzt.
- Öffnungszeiten
- Als Orientierung gelten reguläre Kassenzeiten montags bis mittwochs von 9:00 bis 13:00 Uhr, donnerstags zusätzlich am späten Abend, freitags am Nachmittag und Abend, samstags bis Mitternacht sowie sonntags am Nachmittag. In den Sommerferien 2026 gelten teilweise verlängerte Zeiten. Die Kasse öffnet jeweils etwa 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.
- Praktische Tipps
- Von den S-Bahn-Stationen Plänterwald und Treptower Park führen Fußwege von etwa zwölf beziehungsweise 20 Minuten zur Sternwarte. Öffentliche Parkplätze gibt es neben der Gaststätte Zenner sowie in der Bulgarischen Straße in Richtung Spree. Für die teilweise draußen oder in unbeheizten Räumen stattfindende „Nacht auf der Sternwarte“ empfiehlt sich warme Kleidung.
- Barrierefreiheit
- Der Eingang, das Museum und der Einstein-Saal sind rollstuhlgerecht beziehungsweise rollstuhlgeeignet. Wegen des denkmalgeschützten Gebäudes sind Teile der Anlage nicht barrierefrei zugänglich. Tickets für Rollstuhlfahrer und Begleitpersonen sind vor Ort oder über die Tickethotline erhältlich.
Tipps aus der Redaktion
Kleine Dinge, die den Besuch besser machen
- Für die S-Bahn-Anreise führt der kürzere Fußweg von etwa zwölf Minuten ab Plänterwald zur Sternwarte.
- Wer mit dem Auto kommt, findet öffentliche Parkplätze neben der Gaststätte Zenner sowie in der Bulgarischen Straße in Richtung Spree.
- Für die Abendbeobachtung sollte warme Kleidung eingeplant werden, da Teile des Programms im Freien oder in unbeheizten Räumen stattfinden.
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