Ausflugsziele in Berlin
Was sich vor Ort wirklich lohnt — mit Einordnung, ungefährem Eintritt und Ideen für den Besuch.
Wahrzeichen
Alexanderplatz
Am Bahnhof Alexanderplatz treffen S-Bahn, U-Bahn, Regionalbahn, Tram und Bus auf einen Platz, dessen Urania-Weltzeituhr 146 Orte nennt. Zwischen dem 365 Meter hohen Fernsehturm und dem Brunnen der Völkerfreundschaft wird Berliner Stadtgeschichte bis heute im Vorübergehen sichtbar.
Aquarium
Aquarium Berlin
An der Budapester Straße 32 führt das Aquarium Berlin durch drei thematische Wasserwelten. Salzwasser, Süßwasser und Sumpfgebiete bilden den Rahmen; Haie und eine Quallenzucht setzen darin eigene Schwerpunkte.
Sternwarte
Archenhold-Sternwarte
Im Treptower Park setzt die „Nacht auf der Sternwarte“ auf das 500-Millimeter-Cassegrain-Spiegelteleskop; beobachtet werden Planeten und Deep-Sky-Objekte. Tagsüber führt der Besuch in ein historisches Gebäude, dessen Zentrum ein Fernrohr aus dem Jahr 1896 bildet.
Kirche
Berliner Dom
Vom Kuppelumgang des Berliner Doms reicht der Blick aus etwa 50 Metern Höhe über die Spree und die Museumsinsel bis zum Fernsehturm. Der Weg dorthin führt über 270 Stufen und verbindet den Besuch im Kirchenraum mit einem eigenen Berlin-Panorama.
Aussichtspunkt
Berliner Fernsehturm
Auf 203 Metern liegen Brandenburger Tor, Reichstag und Spree in einem einzigen Rundumblick: Die Aussichtsetage des Berliner Fernsehturms macht aus Berlin eine lesbare Stadtkarte. Der 368 Meter hohe Turm am Alexanderplatz verbindet diesen Blick mit einem Drehrestaurant, einer Bar und einer virtuellen Reise durch neun Jahrhunderte Stadtgeschichte.
Konzertsaal
Berliner Philharmonie
Am Kulturforum im Tiergarten fällt die goldfarbene, zeltartige Fassade der Philharmonie ins Auge. Im Großen Saal steht das Orchesterpodium im Zentrum, während sich die terrassenförmigen Ränge darum staffeln – Architektur und Konzert sind hier eng miteinander verbunden.
Kunstmuseum
Berlinische Galerie
Eine zehn Meter hohe Halle, 1965 als Glaslager errichtet, gibt der Berlinischen Galerie ihren ungewöhnlichen Rahmen. Hier reicht der Blick auf in Berlin entstandene Kunst von der Malerei und Fotografie bis zur Architektur.
Wahrzeichen
Brandenburger Tor
Vom Boulevard Unter den Linden führt der Weg auf einen Platz, dessen Mitte von fünf Durchfahrten und der Quadriga über dem Sandsteintor bestimmt wird. Hier treffen die repräsentative Architektur des 18. Jahrhunderts und die Geschichte der deutschen Teilung auf engem Raum zusammen.
Fotomuseum
C/O Berlin
Wer am Bahnhof Zoologischer Garten aussteigt, erreicht im Amerika-Haus ein Ausstellungshaus für Fotografie. Feine Treppenläufe und freigelegte Solnhofer Bruchkalksteinplatten erinnern dabei an die 1950er-Jahre; direkt daneben liegt das Museum für Fotografie.
Historischer Ort
Checkpoint Charlie
Mitten in der Friedrichstraße steht ein weißes Wachhäuschen, vor dem sich bis heute das Bild des einstigen Grenzpunkts bündelt. Am Checkpoint Charlie treffen Nachbau, Erinnerung und touristischer Straßenalltag auf engem Raum zusammen.
Museum
Computerspielemuseum
Nach wenigen Schritten von der U Weberwiese führt die Karl-Marx-Allee in eine andere Art von Geschichte: Das Computerspielemuseum macht Spielentwicklung an historischen Geräten und spielbaren Klassikern nachvollziehbar. Vom funktionalen Nimrod-Nachbau von 1950 bis zur Arcadehalle der 1980er-Jahre reicht ein Rundgang, bei dem Technikgeschichte an Tasten und Joysticks greifbar wird.
Museum
DDR Museum
Gegenüber dem Berliner Dom führt die Ausstellung an der Spreepromenade in den DDR-Alltag. Eine originalgetreue WBS-70-Wohnung macht das Leben im Plattenbau greifbar; in der Trabant-Simulation wird daraus eine Fahrt durch eine virtuelle Plattenbausiedlung.
Gedenkstätte
Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Südlich des Brandenburger Tors beginnt ein Feld aus 2.710 Betonstelen, dessen Wege über ein sanft abgesenktes Gelände führen. Unter der Oberfläche setzt der „Ort der Information“ dem begehbaren Denkmal eine dokumentarische Ebene entgegen.
Museum
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors
Entlang freigelegter Kellermauerreste führt der Blick in die Geschichte von Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt. Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors verbindet die Ausstellung im Gebäude mit einem Geländerundgang durch den historischen Ort an der Niederkirchnerstraße.
Wahrzeichen
East Side Gallery
An der Mühlenstraße zieht sich ein bemaltes Mauerstück zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke an der Spree entlang. Kurz nach der Maueröffnung entstand hier die East Side Gallery – eine begehbare Folge von Bildern am historischen Grenzabschnitt.
Gedenkstätte
Gedenkstätte Berliner Mauer
An der Bernauer Straße folgt der Rundgang dem ehemaligen Grenzstreifen auf rund 1,4 Kilometern. Der Straßenraum bleibt dabei präsent; die Gedenklandschaft ist in das innerstädtische Wohnumfeld eingebettet.
Park
Görlitzer Park
Zwischen Wiener Straße und Landwehrkanal ziehen sich Wege durch eine rund 14 Hektar große Parkanlage. Einzelne Gleisreste und drei umgenutzte Güterschuppen erinnern daran, dass hier einst der Görlitzer Bahnhof stand.
Park
Großer Tiergarten
Vom Brandenburger Tor bis zum Zoologischen Garten zieht sich eine drei Kilometer lange Parklandschaft durch Berlin. Am Großen Stern treffen fünf Straßen zusammen; am Neuen See liegen Café und Bootsverleih zwischen Lennés historischen Gartenräumen.
Kunstmuseum
Hamburger Bahnhof - Nationalgalerie der Gegenwart
Wo 1846 die Bahnstrecke Berlin–Hamburg endete, hängen heute Werke von 1960 bis zur Gegenwart. Der Rundgang führt durch die historische Bahnhofshalle und weiter in die Rieckhallen, deren Ausstellungsräume die Verkehrsgeschichte des Ortes fortschreiben.
Kulturzentrum
Humboldt Forum
Am Schloßplatz führen die Wege von BERLIN GLOBAL zu den Ethnologischen Sammlungen und zur Asiatischen Kunst – ein Kulturort, an dem Berliner Themen neben globalen Sammlungen stehen.
Museum
Jüdisches Museum Berlin
An der Lindenstraße führt der Eingang durch das barocke Kollegienhaus von 1735, den früheren Sitz des preußischen Kammergerichts. Dahinter setzt Daniel Libeskinds zickzackförmiger Bau den Rahmen für einen Rundgang, in dem Architektur und deutsch-jüdische Geschichte eng aufeinander reagieren.
Kunstzentrum
KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst
Sechs große Kupfer-Sudpfannen im Sudhaus erinnern daran, dass im KINDL einst Bier gebraut wurde. Heute führt der Ausstellungsbesuch durch das rund 20 Meter hohe Kesselhaus und die Ebenen des Maschinenhauses.
Park
Körnerpark
Fünf bis sieben Meter unter dem Niveau der umliegenden Straßen öffnet sich eine neobarocke Parkanlage: Sechs Wasserstufen führen an der Hauptachse zur Fontäne. Wer durch die monumentalen Treppen hinabsteigt, trifft auf Kanäle, geschnittene Hecken und die ehemalige Orangerie mit Galerie und Café.
Museum
Märkisches Museum
Am nördlichen Rand des Köllnischen Parks steht ein Stadtmuseum, dessen Außenhaut bereits von seiner Idee erzählt: Der Bau von 1908 versammelt historische Formen aus der Mark Brandenburg. Heute führt der Weg allerdings nur bis zur Fassade, denn das Märkische Museum wird grundlegend erneuert.
Markthalle
Markthalle Neun
Donnerstagabend verwandelt sich die historische Markthalle in Kreuzberg in den Street Food Thursday: Seit 2013 wechseln dort Küchen und Stände, während durch die Sheddach-Fenster Tageslicht fällt. Zwischen alten Fassaden und offenen Küchen verbindet sich internationales Essen mit der sichtbaren Geschichte einer 1891 eröffneten Halle.
Park
Mauerpark
Sonntagnachmittag wird die befestigte Fläche im westlichen Teil zum Mauerpark-Flohmarkt; im Amphitheater läuft in den Sommermonaten Karaoke. Entlang der Böschung zum Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark steht ein rund 300 Meter langes Stück der Hinterlandsicherungsmauer.
Skulptur
Molecule Men
Drei gelochte Aluminiumfiguren ragen in der Spree zwischen Elsenbrücke und Oberbaumbrücke auf. Am Osthafen genügt ein kurzer Halt am Ufer, um zu sehen, wie ihre Körper in der Mitte zusammenlaufen – ein Kunstwerk an der Nahtstelle des früheren Ost- und Westberlins.
Museum
Museum für Naturkunde
An der Invalidenstraße 43 beginnt die Reise durch drei Erdzeitalter: Die Ausstellung „DINOSAURIER!“ führt von der Trias über den Jura bis in die Kreide. Daneben öffnet die „Nass-Sammlung“ den Blick auf naturkundliche Forschung, die sonst hinter Magazintüren bleibt.
Kunstmuseum
Neue Nationalgalerie
An der Potsdamer Straße trifft europäische und amerikanische Kunst des 20. Jahrhunderts auf ein von Ludwig Mies van der Rohe entworfenes Museumsgebäude. Neben der Sammlung prägen wechselnde Ausstellungen wie „Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin“ und „Zerreißprobe“ den Besuch.
Museum
Neues Museum
Der Eingang liegt in der James-Simon-Galerie an der Bodestraße; im Gebäude öffnet sich die große Treppenhalle mit erhaltenen Eisenkonstruktionen und historischen Wandmalereien. Von dort spannt sich der Rundgang von Nofretete bis zu einem rund 700.000 Jahre alten Faustkeilfragment.
Kulturzentrum
RAW-Gelände
Am Sonntagmorgen führen die Stände des RAW-Flohmarkts durch ein ehemaliges Eisenbahngelände, dessen Haupttor und Mauer noch an die Werkzeit erinnern. Zwischen umgenutzten Industriegebäuden reicht das Programm vom Kunstort Urban Spree bis zur Skatehalle Berlin – und die Spuren des Reichsbahnausbesserungswerks bleiben sichtbar.
Wahrzeichen
Reichstagsgebäude
Zwei gegenläufige Rampen führen in der Glaskuppel des Reichstags zu einer Aussichtsplattform in rund 40 Metern Höhe. Oben liegt das Regierungsviertel im Blickfeld, während 360 Spiegel Sonnenlicht in den Plenarsaal lenken.
Uferlandschaft
Rummelsburger Bucht
An der Liebesbank am Paul-und-Paula-Ufer erinnert eine 2006 von Anwohnern ersetzte Holzbank an den DEFA-Film „Die Legende von Paul und Paula“. Die Rummelsburger Bucht verbindet diesen Filmort mit geschützten Inseln und historischen Spuren am Wasser.
Wahrzeichen
Siegessäule
Am Großen Stern führt der Weg durch einen Fußgängertunnel auf ein Denkmal, dessen goldene Viktoria weit über den Tiergarten sichtbar ist. Zu ihren Füßen treffen Aussicht und die Erinnerung an Loveparade und Rave the Planet aufeinander.
Park
Spreepark
Am Dammweg richtet eine Aussichtsplattform den Blick auf das wiederaufgestellte Riesenrad und das entstehende Wasserbecken. Bis zur geplanten Eröffnung im Frühjahr 2027 erlebt man das Areal vor allem bei ausgewiesenen Führungen und rund um das bereits geöffnete Eierhäuschen.
Park
Viktoriapark
Vom Bereich Kreuzbergstraße/Großbeerenstraße führt eine Sichtachse über den 24 Meter hohen Wasserfall hinauf zum Nationaldenkmal auf der Kuppe. Der Viktoriapark verbindet damit gestaltete Landschaft, Berliner Geschichte und einen Aussichtspunkt über die Innenstadt.
Zoo
Zoologischer Garten Berlin
Am Hardenbergplatz beginnt ein Zoobesuch zwischen naturnah gestalteten Gehegen und dem modernen Vogelhaus. Hier leben die einzigen Großen Pandas in Deutschland – in einem Zoo, dessen Geschichte 180 Jahre zurückreicht.