Kunstzentrum
KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst
Berlin · Berlin-Neukölln · Deutschland
Sechs große Kupfer-Sudpfannen im Sudhaus erinnern daran, dass im KINDL einst Bier gebraut wurde. Heute führt der Ausstellungsbesuch durch das rund 20 Meter hohe Kesselhaus und die Ebenen des Maschinenhauses.
- Eintritt ab
- ca. 7 EUR
- Wetter
- auch bei Regen möglich
- Beste Zeit
- Jan, Feb, Mär, Apr, Mai, Jun, Sep, Okt, Nov, Dez
- Adresse
- Kindl - Zentrum für zeitgenössische Kunst, 3, Am Sudhaus, Rollbergsiedlung, Flughafenkiez, Neukölln, Berlin, 12053, Deutschland
Unser Eindruck
Was dich hier erwartet
Die denkmalgeschützte Anlage entstand zwischen 1926 und 1930 nach Entwürfen von Hans Claus und Richard Schepke. Zu ihr gehören Maschinenhaus, Kesselhaus, Sudhaus und Turm. Nach Kriegsschäden wurde das Sudhaus Anfang der 1950er-Jahre wiederaufgebaut; seit 2016 arbeitet das KINDL als Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst.
Das Kesselhaus ist rund 20 Meter hoch und für jährlich wechselnde, ortsspezifische Installationen vorgesehen. Im ehemaligen Maschinenhaus liegen drei Ausstellungsebenen mit jeweils etwa 400 Quadratmetern. Der M1 VideoSpace ist dort seit 2020 eingerichtet.
Ab dem 13. September 2026 zeigt Mischa Kuball im Kesselhaus die Installation „boiler house“. Im Maschinenhaus M1 ist Kira Freijes „Between Sunlight“ angekündigt, im M2 Thu-Van Trans „Write As Beasts Scream at Night“. NEOZOON arbeitet im M1 VideoSpace an „together“; die Eröffnungen beginnen am 12. September 2026 um 18 Uhr.
Nach dem Rundgang führt der Weg ins Babette’s Garden, das bei gutem Wetter am Nachmittag öffnet. Unter Platanen stehen dort ein Boule-Platz und Tischtennisplatten. Auf dem ehemaligen Brauereiareal wird seit 2009 Craft-Bier der Privatbrauerei Am Rollberg gebraut.
Höhepunkte
Was diesen Ort ausmacht
- Das rund 20 Meter hohe Kesselhaus nimmt jährlich wechselnde, ortsspezifische Installationen auf.
- Sechs große Kupfer-Sudpfannen prägen das erhaltene Sudhaus.
- Drei Ausstellungsebenen mit jeweils etwa 400 Quadratmetern liegen im Maschinenhaus.
- Der M1 VideoSpace ist seit 2020 Teil des Ausstellungshauses.
- Am 12. September 2026 beginnen die Eröffnungen des angekündigten Herbstprogramms.
Passt besonders gut
Für wen sich der Besuch lohnt
- Die Verbindung von zeitgenössischer Kunst und erhaltenen Brauereiräumen passt zu einem Besuch mit Interesse an Industriearchitektur.
- Familien mit Kindern zwischen 6 und 13 Jahren können am 16. August 2026 eine deutschsprachige Ferien-Rallye besuchen; bis 18 Jahre ist der Eintritt frei.
Das solltest du wissen
Weniger geeignet, wenn
- Vom 29. Juli bis 11. September 2026 legt der Ausstellungsbetrieb eine Pause ein.
- Der Aufzug an der Treppe zur Neckarstraße ist wegen Bauarbeiten derzeit außer Betrieb.
- Vom 27. Juli bis 11. September 2026 macht das Café Babette Sommerpause; in dieser Zeit öffnet der Biergarten am Nachmittag.
Gut zu wissen
Praktisches für den Besuch
- Für wen sich der Besuch lohnt
- Wer zeitgenössische Kunst in erhaltenen Brauereiräumen sehen möchte, erlebt hier den Kontrast zwischen industrieller Architektur und wechselnden Installationen. Familien können Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenlos mitnehmen; am 16. August 2026 ist zudem eine deutschsprachige Ferien-Rallye für Kinder von 6 bis 13 Jahren angekündigt.
- Was man dort machen kann
- Im Kesselhaus und Maschinenhaus wechseln die Ausstellungen regelmäßig. Öffentliche Ausstellungsführungen finden am dritten Samstag im Monat auf Deutsch und am ersten Mittwoch im Monat auf Englisch statt. Architektur- und Geschichtsführungen widmen sich dem Gebäudeensemble; bei gutem Wetter lässt sich der Besuch im Babette’s Garden mit Boule oder Tischtennis ausklingen.
- Eintritt
- Der Eintritt liegt bei etwa 7 Euro im Modell „KINDL for YOU“ oder 10 Euro bei „YOU for KINDL“; ermäßigt kostet er 4 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie alle Besucher am ersten Sonntag jedes Monats erhalten freien Eintritt.
- Wie viel Zeit einplanen
- Öffentliche Ausstellungs-, Architektur- und Geschichtsführungen dauern jeweils etwa 60 Minuten. Individuelle Führungen sind für Gruppen bis 25 Personen buchbar.
- Beste Zeit für einen Besuch
- Für das angekündigte Ausstellungsprogramm eignet sich die Zeit ab dem 13. September 2026. Die Eröffnungen am 12. September beginnen um 18 Uhr und laufen je nach Ausstellung bis 21 oder 22 Uhr.
- Öffnungszeiten
- Regulär ist das KINDL mittwochs von etwa 12 bis 20 Uhr sowie donnerstags bis sonntags von etwa 12 bis 18 Uhr geöffnet. Vom 29. Juli bis 11. September 2026 ist eine Ausstellungspause angekündigt.
- Praktische Tipps
- Die Anreise führt mit der U8 bis Boddinstraße, mit der U7 bis Rathaus Neukölln oder mit den Bussen M43 und 166 bis Morusstraße. Öffentliche Architektur- und Geschichtsführungen starten am ersten Samstag auf Englisch und am letzten Samstag im Monat auf Deutsch jeweils um 14 Uhr; dafür fallen 3 Euro zusätzlich zum Eintritt an.
- Barrierefreiheit
- Das gesamte Gebäude ist rollstuhlgerecht zugänglich; vier Behindertenparkplätze liegen an der Westseite, barrierefreie Toiletten sind vorhanden. Der Aufzug an der Treppe zur Neckarstraße ist wegen Bauarbeiten derzeit außer Betrieb. Bei Veranstaltungen gibt es technische Hörunterstützung.
Tipps aus der Redaktion
Kleine Dinge, die den Besuch besser machen
- Der erste Sonntag jedes Monats verbindet den Ausstellungsbesuch mit kostenlosem Eintritt.
- Für die Architektur- und Geschichtsführung am letzten Samstag im Monat ist die deutsche Ausgabe um 14 Uhr angesetzt.
- Die Rollberg-Kinos liegen etwa 140 Meter vom KINDL entfernt und lassen sich mit dem Besuch auf dem ehemaligen Brauereiareal verbinden.
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