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Gedenkstätte

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Berlin · Berlin-Mitte · Deutschland

Südlich des Brandenburger Tors beginnt ein Feld aus 2.710 Betonstelen, dessen Wege über ein sanft abgesenktes Gelände führen. Unter der Oberfläche setzt der „Ort der Information“ dem begehbaren Denkmal eine dokumentarische Ebene entgegen.

Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin
NoRud / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Eintritt
frei
Adresse
Denkmal für die ermordeten Juden Europas, 1, Cora-Berliner-Straße, Friedrich-Wilhelm-Stadt, Mitte, Berlin, 10117, Deutschland

Unser Eindruck

Was dich hier erwartet

Das 19.073 Quadratmeter große Stelenfeld ist von allen vier Seiten zugänglich. Die 2.710 Betonstelen stehen auf einem sanft und unregelmäßig abgesenkten Gelände; beim Durchqueren verändert sich die Sicht mit der eigenen Position.

Die rund 800 Quadratmeter große Dauerausstellung im „Ort der Information“ dokumentiert die Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas sowie historische Tatorte. Der Rundgang führt durch den „Raum der Dimensionen“, den „Raum der Familien“, den „Raum der Namen“ und den „Raum der Orte“. Nach Sanierungsarbeiten öffnete die Ausstellung am 1. Mai 2026 wieder.

Peter Eisenman entwarf das Denkmal; eröffnet wurde es am 10. Mai 2005, öffentlich zugänglich ist es seit dem 12. Mai desselben Jahres. Das Gelände lag zwischen 1961 und 1989 im unbebauten Grenzstreifen östlich der Berliner Mauer. Bei Bauarbeiten wurde zudem der versiegelte Bunker der früheren Goebbels-Villa dokumentiert.

Das Denkmal liegt südlich des Brandenburger Tors und lässt sich mit dessen Besuch verbinden. In der näheren Umgebung liegen außerdem das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas sowie der Gedenk- und Informationsort für die Opfer der NS-„Euthanasie“-Morde.

Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin
NoRud / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Höhepunkte

Was diesen Ort ausmacht

  • Das Stelenfeld umfasst 2.710 Betonstelen auf 19.073 m².
  • Die Ausstellung im „Ort der Information“ gliedert sich in den „Raum der Dimensionen“, den „Raum der Familien“, den „Raum der Namen“ und den „Raum der Orte“.
  • Peter Eisenman entwarf das Denkmal, das am 10. Mai 2005 eröffnet wurde.
  • Der „Ort der Information“ dokumentiert historische Tatorte sowie die Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas.

Passt besonders gut

Für wen sich der Besuch lohnt

  • Die Verbindung aus begehbarem Stelenfeld und unterirdischer Ausstellung passt zu Menschen, die Gedenken mit historischer Dokumentation verbinden möchten.
  • Gruppen können eine dialogische Führung im Stelenfeld mit einem beschleunigten Einlass in den „Ort der Information“ verbinden.
  • Wer das Denkmal in einen Rundgang durch Berlins Erinnerungsorte einbinden möchte, erreicht in der näheren Umgebung das Brandenburger Tor und weitere von der Stiftung betreute Denkmäler.

Das solltest du wissen

Weniger geeignet, wenn

  • Montags bleibt der „Ort der Information“ geschlossen; das Stelenfeld ist auch an diesem Tag rund um die Uhr zugänglich.
  • Der Zugang zur Ausstellung führt durch eine Sicherheitsschleuse, wodurch sich bei hohem Tagesaufkommen Wartezeiten ergeben können.
  • Das Stelenfeld liegt auf einem sanft, aber unregelmäßig abgesenkten Gelände; für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte sind spezielle Passagen markiert.

Gut zu wissen

Praktisches für den Besuch

Für wen sich der Besuch lohnt
Die Verbindung aus begehbarem Stelenfeld und unterirdischer Ausstellung passt zu Menschen, die Gedenken mit historischer Dokumentation verbinden möchten. Gruppen können eine dialogische Führung im Stelenfeld mit einem beschleunigten Einlass in den „Ort der Information“ verbinden.
Was man dort machen kann
Das Stelenfeld ist von allen vier Seiten begehbar. Im „Ort der Information“ führt der Rundgang durch vier Ausstellungsräume und dokumentiert die Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas. Öffentliche Führungen durch das Stelenfeld finden am ersten Sonntag im Monat auf Englisch und am dritten Sonntag auf Deutsch statt; außerdem gibt es Gruppenführungen und Hörführungen durch die Ausstellung.
Eintritt
Der Eintritt in das Stelenfeld und den „Ort der Information“ ist frei.
Beste Zeit für einen Besuch
Das Stelenfeld ist zu jeder Tageszeit zugänglich. Für die Kombination mit der Ausstellung eignet sich ein Besuch von Dienstag bis Sonntag.
Öffnungszeiten
Das Stelenfeld ist täglich rund um die Uhr zugänglich. Der „Ort der Information“ ist in der Regel Dienstag bis Sonntag von etwa 10 bis 18 Uhr geöffnet; letzter Einlass ist etwa 45 Minuten vor Ende. Montags bleibt er geschlossen, ebenso vom 16. bis 23. November und vom 24. bis 26. Dezember; am 31. Dezember schließt er ab 16 Uhr.
Praktische Tipps
Der Zugang zur Ausstellung führt durch eine Sicherheitsschleuse, wodurch sich bei hohem Tagesaufkommen Wartezeiten ergeben können. Der nächste S+U-Bahnhof Brandenburger Tor liegt etwa 300 Meter entfernt; dort halten S1, S2, S25, S26 und U5. Die öffentliche Führung beginnt jeden ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr auf Englisch und jeden dritten Sonntag um 14 Uhr auf Deutsch.
Barrierefreiheit
Der „Ort der Information“ ist barrierefrei über einen Aufzug erreichbar. Im Stelenfeld sind spezielle Passagen für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte markiert; ein barrierefreier Eingang und Sitzmöglichkeiten sind vorhanden.

Tipps aus der Redaktion

Kleine Dinge, die den Besuch besser machen

  • Der nächste S+U-Bahnhof Brandenburger Tor liegt etwa 300 Meter entfernt; dort halten S1, S2, S25, S26 und U5.
  • Die öffentliche Führung beginnt jeden ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr auf Englisch und jeden dritten Sonntag um 14 Uhr auf Deutsch.
  • Für Gruppen endet die dialogische Führung im Stelenfeld mit einem beschleunigten Einlass in die Ausstellung.

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