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Wahrzeichen

Brandenburger Tor

Berlin · Berlin-Mitte · Deutschland

Vom Boulevard Unter den Linden führt der Weg auf einen Platz, dessen Mitte von fünf Durchfahrten und der Quadriga über dem Sandsteintor bestimmt wird. Hier treffen die repräsentative Architektur des 18. Jahrhunderts und die Geschichte der deutschen Teilung auf engem Raum zusammen.

Eintritt
frei
Wetter
überwiegend im Freien
Beste Zeit
Aug
Adresse
Brandenburger Tor, 1, Pariser Platz, Friedrich-Wilhelm-Stadt, Mitte, Berlin, 10117, Deutschland

Unser Eindruck

Was dich hier erwartet

Das frühklassizistische Tor entstand zwischen 1788 und 1791 nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans. Zwölf kannelierte Sandsteinsäulen, jeweils 15 Meter hoch, bilden sechs Säulenpaare. Die Entwürfe greifen die Propyläen der Athener Akropolis auf; der Mittelbau ist etwa 11 Meter tief.

Auf dem Dach lenkt die Quadriga von Johann Gottfried Schadow einen zweirädrigen Streitwagen mit vier Pferden; Victoria hält die Zügel. 1793 kam die Plastik auf das Tor, 1806 brachte Napoleon sie nach Paris. Nach den Kriegsschäden des Zweiten Weltkriegs wurde sie 1956 durch eine Kopie ersetzt.

Nach dem Mauerbau im August 1961 lag das Tor im Sperrbereich und blieb für Menschen aus Ost und West unpassierbar. Am 22. Dezember 1989 wurde es vor mehr als 100.000 Menschen geöffnet. Nach einer knapp zweijährigen Restaurierung folgte am 3. Oktober 2002 die feierliche Wiederenthüllung.

Der Pariser Platz ist seit 2002 als Fußgängerzone gestaltet; der Verkehr wird um das Tor herumgeführt. Reichstagsgebäude und Regierungsviertel liegen wenige Gehminuten nördlich, dazwischen ist eine Markierung des früheren Mauerverlaufs sichtbar. Südlich schließt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit seinem rund 19.000 Quadratmeter großen Stelenfeld an.

Höhepunkte

Was diesen Ort ausmacht

  • Die fünf Durchfahrten des frühklassizistischen Tors am Pariser Platz.
  • Zwölf jeweils 15 Meter hohe Sandsteinsäulen.
  • Die Quadriga von Johann Gottfried Schadow aus dem Jahr 1793.
  • Die Öffnung des Tors am 22. Dezember 1989 vor mehr als 100.000 Menschen.
  • Die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ vom 13. bis 16. August 2026.

Passt besonders gut

Für wen sich der Besuch lohnt

  • Wer Unter den Linden mit dem Regierungsviertel verbinden möchte, erreicht das Reichstagsgebäude in wenigen Gehminuten und sieht zwischen beiden Orten eine Markierung des früheren Mauerverlaufs.
  • Wer sich für die deutsche Teilung interessiert, erlebt am Tor den Ort der Öffnung vom 22. Dezember 1989 und kann die Quadriga direkt am Bauwerk betrachten.
  • Rollstuhlnutzer können das barrierefreie Tor über den gut befahrbaren Pariser Platz erreichen.

Das solltest du wissen

Weniger geeignet, wenn

  • Der Besuch konzentriert sich auf das Tor und den Pariser Platz; das frühere Brandenburger-Tor-Museum wurde Ende April 2019 geschlossen.
  • Der Platz wird regelmäßig für Silvesterfeiern und das Festival of Lights genutzt; wer das Bauwerk ohne Veranstaltungsrahmen sehen möchte, wählt einen anderen Termin.
  • Direkt am Tor gibt es keine Parkplätze, sodass die Anreise mit dem Pkw eine zusätzliche Parkplatzsuche erfordert.

Gut zu wissen

Praktisches für den Besuch

Für wen sich der Besuch lohnt
Wer die Geschichte der deutschen Teilung am Originalort nachvollziehen möchte, findet hier den früheren Sperrbereich und den Ort der Öffnung vom 22. Dezember 1989. Für einen Rundgang durch Berlins Mitte liegen Unter den Linden, das Regierungsviertel und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas dicht beieinander. Rollstuhlnutzer erreichen das barrierefreie Tor über den gut befahrbaren Pariser Platz.
Was man dort machen kann
Das Tor lässt sich mit einem Spaziergang zum Reichstagsgebäude und durch das Regierungsviertel verbinden. Wiederkehrende Veranstaltungen wie Silvesterfeiern und das Festival of Lights nutzen den Pariser Platz als Veranstaltungsort. Vom 13. bis 16. August 2026 sind die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“, Führungen, Zeitzeugengespräche und künstlerische Beiträge angekündigt.
Eintritt
Der Eintritt zum Brandenburger Tor und zum Pariser Platz ist frei.
Wie viel Zeit einplanen
Die Aufenthaltsdauer ist frei wählbar, da das Tor jederzeit zugänglich ist. Der Besuch lässt sich als kurzer Fotostopp oder als Teil eines Rundgangs durch die umliegenden historischen Orte anlegen.
Beste Zeit für einen Besuch
Ein konkreter Besuchsanlass ist die Installation zum 65. Jahrestag des Mauerbaus vom 13. bis 16. August 2026. Auch das Festival of Lights und die traditionelle Silvesternutzung prägen den Platz zu ihren jeweiligen Terminen.
Öffnungszeiten
Das Brandenburger Tor ist jederzeit zugänglich; Veranstaltungen auf dem Platz folgen eigenen Terminen.
Praktische Tipps
Die Station S+U Brandenburger Tor liegt etwa 200 Meter entfernt und wird von S1, S2, S25, S26 und U5 bedient. Direkt am Tor gibt es keine Parkplätze, daher ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln praktischer. Das Café am Pariser Platz in der Akademie der Künste hat Außenplätze mit Blick auf Tor und Platz.
Barrierefreiheit
Der Zugang zum Tor ist barrierefrei. Der Pariser Platz ist für Rollstuhlnutzer gut befahrbar.

Tipps aus der Redaktion

Kleine Dinge, die den Besuch besser machen

  • Die Station S+U Brandenburger Tor liegt etwa 200 Meter entfernt und verbindet den Ort mit S1, S2, S25, S26 und U5.
  • Das Café am Pariser Platz in der Akademie der Künste hat Außenplätze mit Blick auf das Tor und den Platz.

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