Wahrzeichen
Reichstagsgebäude
Berlin · Berlin-Mitte · Deutschland
Zwei gegenläufige Rampen führen in der Glaskuppel des Reichstags zu einer Aussichtsplattform in rund 40 Metern Höhe. Oben liegt das Regierungsviertel im Blickfeld, während 360 Spiegel Sonnenlicht in den Plenarsaal lenken.

- Eintritt
- frei
- Wetter
- auch bei Regen möglich
- Adresse
- Reichstagsgebäude, 1, Platz der Republik, Tiergarten, Mitte, Berlin, 11011, Deutschland
Unser Eindruck
Was dich hier erwartet
Die heutige Glaskuppel entstand nach einem Entwurf von Sir Norman Foster und war im Zuge des Regierungsumzugs 1999 fertiggestellt. Sie ist rund 23 Meter hoch und 40 Meter breit. Der Kuppelrundgang führt über zwei spiralförmige Rampen nach oben.
Der Bau von Paul Wallot entstand zwischen 1884 und 1894 im Stil der Neurenaissance. Über dem Hauptportal steht seit 1916 die Inschrift „DEM DEUTSCHEN VOLKE“. Im Inneren sind erhaltene kyrillische Inschriften sowjetischer Soldaten aus der Einnahme Berlins 1945 sichtbar.
Seit 1999 tagt im Reichstagsgebäude der Deutsche Bundestag; seit 1994 kommt hier auch die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten zusammen. Öffentliche Plenarsitzungen, Hausführungen sowie Kunst- und Architekturführungen machen den Parlamentsbau auf unterschiedliche Weise zugänglich.
Vom Kuppelrundgang sind das Bundeskanzleramt und die Siegessäule zu sehen. Auch das Brandenburger Tor liegt im Blickfeld. Wer vom Hauptbahnhof kommt, erreicht den Platz der Republik über die Gustav-Heinemann-Brücke und den Spreebogenpark in etwa zehn Minuten zu Fuß.

Höhepunkte
Was diesen Ort ausmacht
- Die 23 Meter hohe Glaskuppel von Norman Foster mit 360 Spiegeln.
- Der Kuppelrundgang auf rund 40 Metern Höhe.
- Die Inschrift „DEM DEUTSCHEN VOLKE“ von 1916.
- Erhaltene kyrillische Inschriften sowjetischer Soldaten aus dem Jahr 1945.
- Der Sitz des Deutschen Bundestages seit 1999.
Passt besonders gut
Für wen sich der Besuch lohnt
- Wer den Blick auf das Regierungsviertel mit einem Besuch des Parlaments verbinden möchte, sieht vom Kuppelrundgang Bundeskanzleramt, Siegessäule und Brandenburger Tor.
- Geschichtsinteressierte können an der Inschrift „DEM DEUTSCHEN VOLKE“ von 1916 und den erhaltenen kyrillischen Inschriften aus dem Jahr 1945 konkrete Spuren deutscher Geschichte ablesen.
- Rollstuhlnutzende finden Rampen, mehrere rollstuhltaugliche Eingänge und barrierefreie Toiletten auf jeder Etage.
Das solltest du wissen
Weniger geeignet, wenn
- Der Zugang zu Kuppel, Dachterrasse, Führungen und Plenarsitzungen ist an eine vorherige Anmeldung gebunden; spontane Besuche klappen nur bei freien Plätzen.
- Größere Gepäckstücke dürfen wegen der Sicherheitskontrolle nicht mit ins Gebäude, und eine Aufbewahrung gibt es vor Ort nicht.
- Öffentliche Plenarsitzungen haben begrenzte Plätze; dafür wird eine Anmeldung mehrere Wochen vorher empfohlen.
Gut zu wissen
Praktisches für den Besuch
- Für wen sich der Besuch lohnt
- Der Besuch passt zu Berlin-Aufenthalten, die Architektur mit parlamentarischem Alltag verbinden: Die Kuppel öffnet den Blick auf das Regierungsviertel, während Plenarsitzungen und Führungen Einblicke in die Nutzung des Hauses geben. Geschichtsinteressierte finden an der Inschrift von 1916 und den erhaltenen kyrillischen Spuren konkrete Anknüpfungspunkte.
- Was man dort machen kann
- Auf dem Kuppelrundgang führt ein kostenloser Audio-Guide etwa 20 Minuten durch die Architektur. Hausführungen sowie Kunst- und Architekturführungen werden ebenfalls kostenlos angeboten. Öffentliche Plenarsitzungen können nach Anmeldung besucht werden. Östlich der Kuppel liegt auf etwa 24 Metern Höhe das Dachgartenrestaurant; dafür ist eine Reservierung nötig.
- Eintritt
- Der Eintritt zu Kuppel und Dachterrasse ist kostenlos. Für Kuppel, Dachterrasse, Führungen und Plenarsitzungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Bei freien Plätzen kann die Anmeldung vor Ort noch bis etwa zwei Stunden vor dem gewünschten Termin erfolgen; beim Einlass wird ein gültiger Lichtbildausweis im Original benötigt.
- Wie viel Zeit einplanen
- Der kostenlose Audio-Guide zur Kuppel dauert etwa 20 Minuten. Für blinde oder stark sehbehinderte Besucher steht ein 45-minütiger Audio-Guide mit Tastreliefs und Tastkoffer bereit.
- Beste Zeit für einen Besuch
- Nach Möglichkeit empfiehlt sich ein Termin unter der Woche, da der Andrang an der Kuppel besonders hoch sein kann. Für die Planung im Jahr 2026 sollten die angekündigten Wartungssperrungen der Kuppel berücksichtigt werden.
- Öffnungszeiten
- Kuppel und Dachterrasse sind regulär täglich etwa von 8:00 bis 21:45 Uhr zugänglich; der letzte Einlass liegt bei etwa 21:45 Uhr. Am 24. Dezember bleiben beide geschlossen, am 31. Dezember endet der Zugang am Nachmittag. 2026 ist die Kuppel vom 15. bis 19. Juni, vom 29. Juni bis 3. Juli, vom 14. bis 18. September, vom 28. September bis 2. Oktober sowie vom 19. bis 30. Oktober wegen Reinigung und Wartung gesperrt; die Dachterrasse bleibt dann zugänglich.
- Praktische Tipps
- Größere Gepäckstücke sollten nicht mitgebracht werden, da es vor Ort keine Aufbewahrung gibt. Bei der Einlasskontrolle werden Taschen und Mäntel geröntgt, zusätzlich erfolgt eine Kontrolle mit Metalldetektoren. Für das Dachgartenrestaurant östlich der Kuppel ist eine Reservierung erforderlich.
- Barrierefreiheit
- Das Reichstagsgebäude ist grundsätzlich barrierefrei. Rampen sowie der Behinderteneingang West C ermöglichen den Zugang; auch die Eingänge Ost am Ebertplatz, Nord an der Paul-Löbe-Allee und Süd an der Scheidemannstraße sind rollstuhltauglich. Barrierefreie Toiletten liegen auf der Nord- und Südseite jeder Etage, außerdem stehen angepasste Audio- und Video-Guides bereit.
Tipps aus der Redaktion
Kleine Dinge, die den Besuch besser machen
- Vom Berliner Hauptbahnhof führt ein etwa zehnminütiger Fußweg über die Gustav-Heinemann-Brücke und den Spreebogenpark zum Platz der Republik.
- Für die Anfahrt liegen die Haltestellen „Reichstag/Bundestag“ mit den Bussen 100 und M41 sowie „Bundestag“ mit der U5 nahe am Gebäude.
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