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Museum

Jüdisches Museum Berlin

Berlin · Deutschland

An der Lindenstraße führt der Eingang durch das barocke Kollegienhaus von 1735, den früheren Sitz des preußischen Kammergerichts. Dahinter setzt Daniel Libeskinds zickzackförmiger Bau den Rahmen für einen Rundgang, in dem Architektur und deutsch-jüdische Geschichte eng aufeinander reagieren.

Jüdisches Museum Berlin in Berlin
Marek Śliwecki / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Eintritt ab
ca. 0 EUR
Wetter
auch bei Regen möglich
Beste Zeit
Jun, Jul, Aug, Sep
Adresse
Jüdisches Museum Berlin, 9-14, Lindenstraße, Luisenstadt, Kreuzberg, Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin, 10969, Deutschland

Unser Eindruck

Was dich hier erwartet

Im Untergeschoss des Libeskind-Baus kreuzen sich die Achse des Exils, die Achse des Holocaust und die Achse der Kontinuität. Im zugänglichen Memory Void liegt die Installation „Gefallenes Laub“ von Menashe Kadishman. Der Raum gehört zu den eindringlichsten Stationen des Hauses, weil die Architektur hier selbst zum Ausstellungsbestandteil wird.

Die Dauerausstellung „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“ führt auf mehr als 3.500 Quadratmetern durch rund 1.700 Jahre Geschichte, Kultur und Gegenwart. Zwei Ausstellungsebenen verbinden historische Epochenräume mit Themen zu jüdischer Religion und Kultur. Interaktive Stationen übersetzen einzelne Inhalte in konkrete Handlungen – etwa beim Übersetzen des eigenen Namens ins Hebräische oder beim Quiz zu jüdischen Speisegesetzen.

Auch der ältere Gebäudeteil lohnt einen eigenen Rundgang. Der überdachte Glashof und der Museumsgarten sind ohne Museumseintritt zugänglich. Im als Gartendenkmal eingetragenen Garten stehen ein runder Brunnen aus rotem Granit und Micha Ullmans Stahlkubus „Nobody“, der seit Juli 2020 an seinem heutigen Standort steht. 49 sechs Meter hohe Betonstelen prägen den Garten des Exils; 48 enthalten Berliner Erde, die mittlere Jerusalemer Erde.

Im Sommer kommen sonntägliche Konzerte der Reihe „Jazz in the Garden“, Lesungen und Familienveranstaltungen hinzu. Bis zum 1. November 2026 erklärt die kostenfreie Ausstellung „Between the Lines“ in der Eric F. Ross Galerie die Architektur Daniel Libeskinds. Für eine Pause liegt im Museum das Café Schmus mit israelisch geprägtem Frühstücks- und Imbissangebot.

Jüdisches Museum Berlin in Berlin
Marek Śliwecki / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Höhepunkte

Was diesen Ort ausmacht

  • Der Libeskind-Bau mit den drei kreuzenden Achsen im Untergeschoss.
  • Der Garten des Exils mit 49 sechs Meter hohen Betonstelen.
  • Die Installation „Gefallenes Laub“ im Memory Void.
  • Die Dauerausstellung „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“ auf mehr als 3.500 m².
  • „Between the Lines“ vom 7. Mai bis 1. November 2026.

Passt besonders gut

Für wen sich der Besuch lohnt

  • Wer jüdische Geschichte in Deutschland vom Mittelalter bis zur Gegenwart anhand interaktiver Stationen erkunden möchte, findet hier einen umfangreichen Rundgang.
  • Architekturinteressierte können Daniel Libeskinds Bau über die drei Achsen, den Memory Void und den Garten des Exils erschließen.
  • Familien können den Museumsbesuch mit dem Kindermuseum ANOHA an der Enckestraße verbinden; dafür ist ein eigenes Zeitfenster-Ticket nötig.

Das solltest du wissen

Weniger geeignet, wenn

  • Am Eingang gehören eine Sicherheitskontrolle und die Abgabe von Mänteln, Schirmen sowie größeren Taschen und Rucksäcken zur Besuchsorganisation.
  • Der stufenlose Zugang gilt für die Dauerausstellung und den Libeskind-Bau; Museumsgarten und Gruppeneingang sind davon ausgenommen.
  • Für ANOHA an der Enckestraße ist ein separates Zeitfenster-Ticket erforderlich.

Gut zu wissen

Praktisches für den Besuch

Für wen sich der Besuch lohnt
Das Museum passt zu einem Berlinbesuch mit historischem Schwerpunkt, besonders wenn jüdisches Leben in Deutschland über mehrere Epochen hinweg betrachtet werden soll. Familien können den Besuch mit dem Kindermuseum ANOHA an der Enckestraße verbinden. Architekturinteressierte finden im Libeskind-Bau ein Gebäude, dessen Achsen, Leerräume und Gartenanlagen den Rundgang unmittelbar mitbestimmen.
Was man dort machen kann
Die Dauerausstellung lässt sich auf zwei Ebenen erkunden und verbindet historische Räume mit interaktiven Stationen. Im Untergeschoss führen die drei Achsen durch den Libeskind-Bau; im Garten des Exils stehen die 49 Betonstelen. Je nach Termin kommen Konzerte, Lesungen, Führungen oder Familienworkshops hinzu.
Eintritt
Der Eintritt in die Dauerausstellung und die meisten Präsentationen im Libeskind-Bau ist frei. Für Wechselausstellungen im Altbau liegt der Eintritt bei etwa 10 Euro, ermäßigt bei 4 Euro.
Beste Zeit für einen Besuch
Der Sommer eignet sich besonders für einen Besuch mit Veranstaltungen im Museumsgarten, darunter die sonntägliche Reihe „Jazz in the Garden“. Die Ausstellung „Between the Lines“ ist vom 7. Mai bis 1. November 2026 zu sehen.
Öffnungszeiten
Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet; der letzte Einlass erfolgt um 17 Uhr. Montags bleibt es geschlossen, außerdem gelten 2026 Schließtage am 12. und 13. September, am 21. September, am 14. November und am 24. Dezember.
Praktische Tipps
Ein Zeitfenster-Ticket aus dem Online-Ticketshop wird empfohlen, um Wartezeiten zu verkürzen; Tickets gibt es auch an der Museumskasse. Der Bus 248 hält an der Haltestelle „Jüdisches Museum“ direkt vor dem Gebäude. Für ANOHA an der Enckestraße ist ein eigenes Zeitfenster-Ticket erforderlich.
Barrierefreiheit
Die Dauerausstellung und der Libeskind-Bau sind stufenlos zugänglich; barrierefreie WCs gibt es im Museum. Rollstühle können kostenlos an der Garderobe ausgeliehen werden. Der Museumsgarten und der Gruppeneingang sind vom stufenlosen Zugang ausgenommen.

Tipps aus der Redaktion

Kleine Dinge, die den Besuch besser machen

  • Die Online-Buchung eines Zeitfenster-Tickets verkürzt die mögliche Wartezeit am Eingang.
  • Der Bus 248 hält an der Haltestelle „Jüdisches Museum“ direkt vor dem Gebäude; von „Hallesches Tor“ sind es etwa 500 Meter.
  • Mitgebrachte Speisen dürfen im Glashof und im Museumsgarten verzehrt werden, nicht in den Ausstellungsräumen.

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