Museum
Märkisches Museum
Berlin · Berlin-Mitte · Deutschland
Am nördlichen Rand des Köllnischen Parks steht ein Stadtmuseum, dessen Außenhaut bereits von seiner Idee erzählt: Der Bau von 1908 versammelt historische Formen aus der Mark Brandenburg. Heute führt der Weg allerdings nur bis zur Fassade, denn das Märkische Museum wird grundlegend erneuert.
- Adresse
- Märkisches Museum, 5, Am Köllnischen Park, Luisenstadt, Mitte, Berlin, 10179, Deutschland
Unser Eindruck
Was dich hier erwartet
Ludwig Hoffmanns denkmalgeschützter Bau wurde eigens als Stadtmuseum entworfen. Damit zählt das Märkische Museum zu den weltweit frühen Gebäuden, die diese Nutzung bereits in ihrer Architektur vorwegnahmen. Der Nordflügel orientiert sich am Altstädtischen Rathaus in Brandenburg an der Havel.
Auch andere Fassadenteile verweisen bewusst auf die Region. Formen der St.-Katharinenkirche in Brandenburg an der Havel sind am Bau erkennbar; historisierende Elemente verbinden dabei Baustile aus verschiedenen Epochen.
Innenräume und Sammlung bleiben während der mehrjährigen Sanierung unzugänglich. Zur früheren Präsentation gehörte unter anderem das Original-Pferdekopfstück der Quadriga von 1793. Die Berliner Stadtgeschichte wird derzeit im Ephraim-Palais weiterpräsentiert.
Für die Zeit nach der Erneuerung ist gemeinsam mit dem benachbarten Marinehaus ein Museums- und Kreativquartier am Köllnischen Park vorgesehen. Der knapp 60 Meter hohe Museumsturm soll erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg dauerhaft für Besucher geöffnet werden.
Höhepunkte
Was diesen Ort ausmacht
- Eröffnung des Museumsgebäudes im Jahr 1908.
- Nordflügel nach dem Vorbild des Altstädtischen Rathauses in Brandenburg an der Havel.
- Fassadenteile mit Formen der St.-Katharinenkirche in Brandenburg an der Havel.
- Geplanter Museumsturm mit knapp 60 Metern Höhe.
- Direkter Anschluss an den Köllnischen Park.
Passt besonders gut
Für wen sich der Besuch lohnt
- Die Außenarchitektur lässt sich als kurzer Programmpunkt rund um den Köllnischen Park erkunden.
- Wer Berliner Stadtgeschichte über originale Bauformen entdecken möchte, findet am Nordflügel und an den Fassaden konkrete regionale Bezüge.
- Die Lage passt für einen Kulturspaziergang, der den Bärenzwinger und das Nikolaiviertel einbezieht.
Das solltest du wissen
Weniger geeignet, wenn
- Der Innenbesuch entfällt derzeit, weil das Museum wegen einer mehrjährigen Sanierung geschlossen bleibt.
- Frühere Sammlungshöhepunkte wie das Original-Pferdekopfstück der Quadriga von 1793 sind im Stammhaus momentan nicht zu sehen.
- Der geplante dauerhafte Zugang zum knapp 60 Meter hohen Museumsturm gehört zum späteren Museumsbetrieb.
Gut zu wissen
Praktisches für den Besuch
- Für wen sich der Besuch lohnt
- Die Außenbesichtigung passt zu Architekturinteressierten, die regionale Baugeschichte an einem konkreten Berliner Gebäude ablesen möchten. Für einen Kulturspaziergang lässt sich der Bau mit dem Köllnischen Park, dem Bärenzwinger und dem nahe gelegenen Nikolaiviertel verbinden.
- Was man dort machen kann
- Von außen lassen sich die Vorbilder des Nordflügels und der Fassadenteile studieren. Im Umfeld führen Wege durch den Köllnischen Park zum Bärenzwinger an der Rungestraße; die Innenausstellungen und der Museumsturm sind erst nach der Erneuerung wieder ein Thema.
- Eintritt
- Wegen der mehrjährigen Sanierung ist das Märkische Museum bis auf Weiteres geschlossen. Eintrittskarten werden derzeit nicht ausgegeben.
- Beste Zeit für einen Besuch
- Für die Außenbesichtigung eignet sich Tageslicht, damit die unterschiedlichen historischen Fassadenvorbilder erkennbar bleiben.
- Öffnungszeiten
- Das Märkische Museum bleibt wegen einer umfangreichen, mehrjährigen Erneuerung bis auf Weiteres geschlossen.
- Praktische Tipps
- S+U Jannowitzbrücke liegt rund 0,3 Kilometer entfernt; dort halten S3, S5, S7, S75, S9 und U8. Der Bärenzwinger hinter dem Museum an Rungestraße und Am Köllnischen Park wird heute für Ausstellungen, künstlerische Forschung und Veranstaltungen genutzt.
- Barrierefreiheit
- Barrierefreiheit gehört zum Sanierungsumfang. Ein rollstuhlgerechter Parkplatz, Eingang und Sanitärbereich sind ausgewiesen; während der Schließung ist der Innenbesuch jedoch nicht möglich.
Tipps aus der Redaktion
Kleine Dinge, die den Besuch besser machen
- Die S+U-Bahn-Station Jannowitzbrücke liegt etwa 0,3 Kilometer entfernt und ist ein günstiger Anlaufpunkt für die Anreise.
- Der Bärenzwinger liegt direkt hinter dem Museum an Rungestraße und Am Köllnischen Park.
- Vom U-Bahnhof Märkisches Museum sind es etwa 0,5 Kilometer bis zum Nikolaiviertel.
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